No brain, no pain, heute: Der Bundestag und der Biometrie-Paß

RFID-Reisepaß

Nun ist es also so weit, der RFID-basierte Biometriepaß ist Wirklichkeit.

Das heißt konkret für jeden von euch, der sein in der UN-Menschenrechtscharta verbrieftes Grundrecht der Reisefreiheit (Artikel 13, Absatz 2) ausüben möchte, wird demnächst wie ein Verbrecher erkennungsdienstlich behandelt, indem man seine Fingerabdrücke abgeben muß.

Alles natürlich Namen des im internationalen Kampf gegen den Terrorismus™, versteht sich.

Kurz ein paar Fakten:

  • Anzahl der erkannten Fälschungen deutscher Pässe an deutschen Grenzen in den letzten 5 Jahren: 0
  • Anzahl der durchgeführten oder geplanten und aufgedeckten Terroranschläge seit dem Jahr 2000, bei denen deutsche Ausweise benutzt wurden: 0
  • Anzahl der Länder, die lt. Expertenmeinung fälschungssicherere Pässe als Deutschland ausgeben: 0

Merke: Die Angreifer des 11. September verfügten alle über ordnungsgemäße Reisepässe. Hätten ihre Fingerabdrücke geholfen, das Attentat zu verhindern? Wohl kaum.

Und wie uns die Vergangenheit zeigt, muß man von Politiker-Aussagen, die beteuern, daß diese Daten nur zweckgebunden verwendet werden, nicht viel geben.

Unnötig zu erwähnen, daß in den Nachbarländern RFID-basierte Pässe bereits gehackt wurden.

Der Boykott-Aufruf des CCC sollte daher nicht ungehört verhallen.

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