Die Internetkompetenz unserer lieben Politiker – bloßgestellt von Kinderreportern im ARD Morgenmagazin: Wenn es nicht so erschreckend wäre, müßte man fast lachen:
Frage an Ströbele: “Haben Sie einen Computer?”
Antwort: “Leider ja.“
Willkommen in der Informationsgesellschaft.
Tja, Frau Zypries. Über DRM, Urheberrechte und Internet-Kriminalität-Paragraphen entscheiden, aber nicht wissen, was ein Browser ist. Das ist Kompetenz. Chapeau.
Nachtrag:
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#1 von d unter 29. Juni 2007
hihihi.
Cool, oder?
Wer braucht da noch Satire?
Diese Knallschoten karrikieren sich selbst und haben auch noch Spass dabei.
Und Ströbele, der alte Bananenraucher. Kann er doch seine HohmPätsch nicht “bedienen”.
priceless.
#2 von Nina unter 29. Juni 2007
So peinlich ist das doch gar nicht. Gut, der Ströbele hat ja gar keine Ahnung.
Aber man muss bedenken, dass die nunmal nicht mit Computern aufgewachsen sind. Und da ist es doch sch***egal, ob sie wissen, was ein Browser ist und welche es gibt, wenn sie trotzdem wissen, wie sie ihre E-Mails verschicken oder bei Google etwas suchen. Also ganz ehrlich, ich finde nicht, dass sich außer Herrn Ströbele da jemand blamiert hat.
#3 von Die Stimme der freien Welt unter 29. Juni 2007
Also, ein Politiker heutzutage muß wissen, was ein Browser ist. Alles andere ist indiskutabel. Da wird im Bundestag über Gesetze und Internet entschieden, und jemand weiß nicht mal, wie die elementarste Programmategorie zum Benutzen des Internets ist. Es hat ja niemand nach “Firefox” gefragt oder so.
#4 von Nina unter 29. Juni 2007
Doch, sie wurde gefragt, welche Browser sie kennt. Dass sie dann nicht wusste, was ein Browser ist, war ja nur die Konsequenz.
Okay, dass sie wissen müssen, was ein Browser ist, davon könnte ich mich überzeugen lassen. Aber Opera, Firefox etc. zu kennen…nein, das seh ich anders.
Jedenfalls, diejenigen, die meinten, dass sie das Internet nur nutzen, um ganz gezielt nach Dingen wie Pressemitteilungen zu suchen…was ist denn daran falsch?
#5 von Die Stimme der freien Welt unter 29. Juni 2007
Daß man den Begriff Browser als Volksvertreter kennen muß. Da gibts kein Wenn und Aber. Das ist so, als wenn man den Begriff “Handy” nicht kennt.
#6 von Günter unter 12. Juli 2007
Viel mehr hat mich eine andere Begegnung mit Frau Zypries schockiert. Nach einer Podiumsdiskussion zur Reform des Urheberrechts an der Akademie der Künste, an der sie teilgenommen hatte, wollte ein Blogger, der die Veranstaltung mit einem Liveblog begleitet hatte, die Ministerin noch interviewen. Sie reagierte empört darüber, dass sie über das Blog nicht vorher informiert worden sei – zumal bei einer Veranstaltung zum Urheberrecht. Es handelte sich um eine öffentliche Diskussion, die auch von bezahlten Journalisten verfolgt wurde.
Offenbar hat Frau Zypries das mit der Meinungs- und Pressefreiheit noch nicht so ganz verstanden. Aber das Internet kann einen da schon überfordern…
#7 von dfens unter 18. Juli 2007
alle die jetzt sagen “is egal ob die ahnung davon haben oder nicht” lesen sich mal bitte folgende heise news durch
-> http://www.heise.de/newsticker/meldung/92564
in meinen augen ist es _nicht_ egal das jemand der der onlinedurchsuchung positiv gegenüber steht, keine ahnung hat was überhaupt ein browser ist….das macht mir angst….
#8 von Delikatessnatronlauge unter 18. Juli 2007
“Da wird im Bundestag über Gesetze und Internet entschieden, und jemand weiß nicht mal, wie die elementarste Programmategorie zum Benutzen des Internets ist.”
So ist es. Die “Nicht mit dem PC augewachsen”-Leier schlägt da irgendwie fehl. Wenn man nicht weiß, wie ein Pc funktioniert, speziell wie das Internet funktioniert – was möglich ist, was nicht möglich ist – dann kann man nur schlechte bis gar keine gesetzlichen Entscheidungen treffen (…und danach immer wieder neue noch schlechtete…wie man das halt so kennt). Oder aber man arbeitet sich ein. Oder noch sinnvoller, man gibt Aufgaben an Menschen weiter, die sich damit auskennen.
#9 von BundesTrojaner unter 18. Juli 2007
Solche Menschen haben sich nicht weiterentwickelt.
Genau die selben reden von flexibel sein.
Diese Urmenschen vergleichen einen Computer
mit einen HAMMER oder NAGEL.
Mann könnte nichts passenderes finden,
oder ist hier jermand anderer Meinung ?
Man brauch doch bloß draufhauen, mit der Tastatur aufn Display, eben so einfach ist ein Computer.
Die Lügen ohne dabei rot zu werden,
bis dann konkrete Fragen gestellt werden,
und keiner Antworten kann.
Bis zu dem Endresultat “das die anderen Fragen dann geschmissen werden müssen”.
Das mal zur flexibilität unserer fragwürdigen Politiker.
Das sind die letzten Heuchler.
#10 von Warum das erschreckend ist unter 26. Juli 2007
Wie sollen uns solche Leute in die Zukunft führen können, wenn Sie schon die Gegenwart verschlafen.
Diese Menschen entscheiden über gravierende Gesetze, die tief in unser Leben einschneiden und sogar ganze Existenzen gefährden können.
Beispielsweise sollte man bei Software-Patenten absolut Ahnung haben, denn hier entstehen in Streitfällen schnell große Summen von mehreren Hundert-Tausenden, die komplette Existenzen gefährden können.
Auch wenn man nicht einzelne Programm dem Namen nach kennen muss, ist es geradezu erschreckend zu sehen, wie wenig Ahnung diese Leute von etwas haben, über das sie evtl. entscheiden. Nach dem Beitrag möchte man ihnen eigentlich jeglichen Sachverstand absprechen.
Wie soll man solchen Leuten vertrauen können, wenn sie einen Browser nicht kennen. Da müssen doch einfachste Dinge als entweder als absolutes Teufelswerk oder High-end Technologie gelten. In jedem Fall ist man von einer richtigen Einschätzung weit entfernt.
#11 von rick unter 20. Mai 2009
@Nina
Doch das ist peinlich! sogar mehr als peinlich! diese leute sollten sich in grund und boden schämen. diese menschen entscheiden grade darüber ob Gesetze erlassen werden die unser aller recht auf frei informationsbeschaffung dramatisch gekürzt werden. …und das auf dieser wissenbasis. na dann gute nacht!
“So peinlich ist das doch gar nicht. … man muss bedenken, dass die nunmal nicht mit Computern aufgewachsen sind. Und da ist es doch sch***egal, ob sie wissen, was ein Browser ist und welche es gibt, wenn sie trotzdem wissen…”