Daß die Bundeswehr unfähig ist Backups ihrer Daten zu machen – eine Sache, die jeder durchschnittliche IT-Administrator beherrscht, das wissen wir ja nun schon.
Die Security- und Forensik-Firma Kroll OnTrack kommentiert dies genüßlich. Natürlich kann man Daten in solchen Fällen wieder lesbar machen.
Aber den entscheidenden Kommentar gibt Axel Postinett:
Auch wenn man den gehörigen Schuss Eigenwerbung von Kroll abzieht, bleibt viel Bedenkenswertes an der Aussage der Datenretter. Der jüngste Fall macht mal wieder eines klar: Bei Begriffen wie “Bundestrojaner” oder “elektronischer Gesundheitskarte” müssen bei jedem Bürger die Alarmglocken läuten. Wer mit Daten nicht ordentlich umgehen kann oder ihren Wert nicht abschätzen kann, sollte sie besser gar nicht in die Hand bekommen. Dass irgendwann mal alles unwiederbringlich gelöscht wird, wäre dabei warscheinlich sogar noch das Beste, was uns passieren könnte.
Recht hat er. Wenn der Staat nicht mal in der Lage ist, Daten mit Militärgeheimnissen hoher Geheimhaltungsstufen anständig zu sichern – dann möchte man sicherlich nicht irgendwelchen trotteligen nach BAT bezahlten Bundes-IT-Admins die Daten darüber in die Hand drücken, wer in Deutschland alles AIDS und Syphillis hat – und wer sich so in psychiatrischer Behandlung befindet.
#1 von Heinz unter 30. Juni 2007
Großartig! Aber man sollte dabei beachten, dass es vielleicht auch nicht ganz unbeabsichtigt war Daten über Kurnaz und Ko zu vernichten…
Ganz nach der Devise: Aus dem Handbuch der Bundeswehr für belastende Situationen ;)