Verschlüsselte E-Mails mit GnuPG und Apples Mail.app


Nachdem auf der Mailingliste der MacHackers das Thema «Wie verschlüssele ich meine E-Mails auch wenn ich kein Technikfreak bin» gerade mal wieder aktuell ist, habe ich beschlossen, eine auch für Anfänger verständliche Anleitung zu schreiben, nach der jeder in der Lage sein sollte, seine Mails verschlüsselt zu versenden – vorausgesetzt er benutzt einen Apple und das dazugehörige Standard-Mailprogramm Mail(.app). Nach dem Lesen dieses Textes wird der geneigte Leser in der Lage sein, E-Mails mit GnuPG verschlüsselt zu versenden und zu empfangen. Man braucht dazu nur einen Mac, eine Internet-Verbindung und ca. 30 Minuten Zeit.

Wer jetzt fragt “warum soll ich denn verschlüsseln – ich habe doch nichts zu verbergen?”, dem seien folgende Dinge mit auf den Weg gegeben:

Auch wer “nichts zu verbergen” hat, will möglicherweise nicht, daß jeder seine private Kommunikation mitlesen kann, weder irgendwelche gelangweilten Systemadministratoren, noch irgendwelche Hacker und schon gar nicht Vater Staat (der früher auch mal selbst einsah, daß Grundrecht des Telekommunikationsgeheimnisses eine gute Sache ist). Wer gegenteiliger Meinung ist, der sei hiermit aufgefordert, ab sofort nur noch Postkarten anstatt Briefe zu versenden (besser für den Postboten), seine Einkommensteuererklärung ans schwarze Brett der Firma zu hängen und seine Liebesbriefe einzuscannen und in sein Blog zu stellen. Man hat ja schließlich nichts zu verbergen.

Weiterhin ist die sogenannte Vorratsdatenspeicherung in der EU fast beschlossene Sache inzwischen realisiert. Das heißt, eure E-Mails werden auch erstmal mindestens zwei Jahre fein säuberlich archiviert – per Gesetz. Und zwar nicht auf EURER Festplatte, sondern auf eigens dafür geschaffenen Überwachungszentren. Und auf die soll dann nicht nur der eigene Staat, sondern andere freundliche Staaten wie z. B. die USA ebenfalls drauf Zugriff haben.

Die eigene Freiheit – und dazu gehört auch Meinungsfreiheit und das Briefgeheimnis – sollte einem aber niemals egal sein. Ich hoffe, daß diese Anleitung ein kleines Stückchen dazu beiträgt, diese Freiheit durchzusetzen und zu sichern.

Mehr Argumente gibts übrigens hier (PDF von schoenleber.org), hier (Chaos Computer Club) und hier (nochmal schoenleber.org).

Also: Los gehts.Vorbemerkungen

Um den Text lesbarer zu machen, habe ich beschlossen, so wenig Screenshots wie möglich in den Text direkt aufzunehmen – daher gibts öfters einen Link auf den Screenshot, wie das alles gerade aussehen sollte, was ihr macht. Alle Screenshots findet ihr auch in meinem Flickr-Set “GnuPG-Installation”.

Für die Profis: Ich habe bewußt das GUI-Tool GPG Keychain Access genommen und NICHT alle Befehle in der Shell eingetippt, weil dies potentielle User eher abschreckt und das ganze komplizierter macht, als es sein müßte. Das hier ist nur als Einführung gedacht, Wer alle Optionen von GnuPG verstehen, der sei auf die Dokumentation auf der Seite von GnuPG.org verwiesen. Weiterhin benutze ich bewußt Binärpakete zur Installation. Korrekt ist, daß dies ein potentielles Sicherheitsloch ist. Jedoch ist es für einen Einsteiger egal, ob er ein fertig kompromittiert-compiliertes Paket runterlädt oder den kompromittierten Sourcecode selbst kompiliert - nur daß letzteres etwas aufwendiger ist. Daher: Binärpakete. Glaubensdiskussionen darüber bitte woanders. Wer unbedingt selbst kompilieren möchte, der findet hier eine Anleitung.

Für die Einsteiger: Ich habe die Dokumentation bewußt ausführlich gehalten. Die ganzen Befehle ließen sich auch auf einer Seite zusammenfassen, aber ich wollte, daß jeder in der Lage ist, dem ganzen zu folgen.

Möglicherweise wird euch das eine oder andere an dieser Installationsanleitung etwas paranoid vorkommen. Das ist aber okay - alle Sachen, die ich hier erkläre sind tried and true, glaubt mir also erstmal. Und: Der Aufwand entsteht nur einmal am Anfang, das Verschlüsseln selbst geht dann butterweich im Hintergrund vonstatten. Also los gehts.

Was wir brauchen

Zur Verschlüsselung von E-Mails werden wir drei zusätzliche Software-Komponenten benötigen: MacGPG, GPG Keychain Access und GPGMail.

Bei diesen Komponenten handelt es sich um Open Source-Software, das heißt, der Quelltext dieser Programme ist offengelegt und kann von jedem auf Fehler oder Hintertüren geprüft werden.

MacGPG basiert auf GnuPG (Abkürzung für GNU Privacy Guard), der mit Abstand beliebtesten und verbreitetsten Software zur Verschlüsselung. Es ist ausschließlich kommandozeilenorientiert, was für den einen oder anderen eine Hürde darstellen dürfte. Deshalb gibt es das Tool GPG Keychain Access, womit man die Schlüssel weitestgehend komplett per GUI verwalten kann (ganz ohne Terminal gehts leider doch nicht). GPGMail dagegen ist ein Plug-In für Apples Mail.app, welches die Benutzung des kommandozeilenorientierten GnuPG auch für normale GUI-Nutzer einfach macht.

Einführung

Bevor wir loslegen ist es zunächst einmal wichtig, kurz zu verstehen, wie GnuPG funktioniert. Befragen wir dazu mal Wikipedia:

GPG verschlüsselt Nachrichten, indem es asymmetrische Schlüsselpaare verwendet, die von den GPG Nutzern individuell erstellt wurden. Die so entstehenden Öffentlichen Schlüssel können mit anderen Nutzern über eine Vielzahl von Kanälen ausgetauscht werden, z. B. Internet Keyserver. Sie sollten unbedingt sehr behutsam ausgetauscht werden, um Identitätsmanipulationen vorzubeugen, da Öffentliche Schlüssel bzw. Identitätsübereinstimmungen mit dem originären Eigentümer des Schlüssels gefälscht werden können. GPG kann nur feststellen, ob die Daten mit einem bestimmten Schlüssel signiert bzw. verschlüsselt wurden. Ob der Schlüssel selbst vertrauenswürdig ist, muss der Anwender entscheiden, schließlich kann jeder einen Schlüssel mit den Angaben fremder Anwender erstellen und ihn auf einen Keyserver laden. Einen aus dem Internet geladenen Schlüssel sollte man also mit größerer Vorsicht behandeln. Zur Überprüfung kann man sich etwa den Fingerabdruck (Hash-Wert), den jeder Schlüssel mit sich tragen sollte, vom vermuteten Eigentümer des Schlüssels z. B. am Telefon vorlesen lassen.

Das trifft es schon recht genau, ist aber immernoch recht komplex formuliert. Ein anderer Versuch der Erklärung:

  • GnuPG basiert auf sogenannter asymmetrischer Verschlüsselung. Hierfür benötigt man zwei Schlüssel, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

  • Man generiert also diese zwei sogenannte Zufalls-Schlüssel (die nichts anderes als Zeichen sind, hinter denen ein kryptographischer Algorithmus steht): einen öffentlichen und geheimen.

  • Der öffentliche Schlüssel wird an alle Welt herausgegeben. Er ist eine Art Einwegschlüssel: Man kann damit zwar Nachrichten an jemanden verschlüsseln, aber nicht mehr entschlüsseln.

  • Denn für das Entschlüsseln ist der geheime Schlüssel zuständig, den man – wie es der Name auch sagt – geheim halten sollte. Sobald jemand den Schlüssel physikalisch im Besitz hat, kann er Nachrichten, die mit dem dazu passenden öffentlichen Schlüssel verschlüsselt wurden, lesen. Zur Sicherheit ist daher der geheime Schlüssel mit einem Paßwort geschützt. Dieser Schlüssel sollte auf jeden Fall mittels Backup gesichert werden. Ist der geheime Schlüssel weg, kann man keine einzige verschlüsselte Nachricht mehr entschlüsseln.

  • Neben der reinen Verschlüsselung kann das Schlüsselpaar öffentlich-geheim aber noch mehr: Nämlich signieren. Wenn ich eine verschlüsselte Botschaft erhalten habe, will ich ja oft auch zweifelsfrei wissen, WER mir diese Botschaft geschickt hat. Sonst könnte man mir ja auch z. B. einen verschlüsselten Trojaner schicken. Der Trick ist: Ich kann mit dem geheimen Schlüssel zusätzlich Nachrichten signieren (digital unterschreiben) – und mit dem öffentlichen Schlüssel kann ich nachprüfen, ob die Unterschrift auch tatsächlich vom Inhaber des geheimen Schlüssels ist.

  • Da nun aber jeder Mensch Schlüssel generieren kann, muß ich ja auch prüfen können, ob der öffentliche Schlüssel, den ich von irgendjemandem habe, auch tatsächlich dieser Person gehört. Das geht über den sogenannten Fingerabdruckvergleich. Wenn ich denjenigen in Persona treffe oder mit ihm telefoniere, kann ich ihm den Fingerabdruck als Zahlen/Zeichenkette vorlesen. Wenn er mir bestätigt, daß dies der richtige Fingerabdruck ist, kann ich mir sicher sein, daß ich seinen öffentlichen Schlüssel in der Hand habe. Das charmante an dem Verfahren ist, daß ich dadurch den öffentlichen Schlüssel über beliebig unsicherer Kanäle (z. B. dem Internet, wo alle mithören) übertragen kann, und dennoch danach Nachrichten verschlüsselt übersenden kann.

Die Funktionen der Schlüssel also nochmal im Überblick:

  • Öffentlicher Schlüssel: a) Verschlüsseln von Nachrichten an denjenigen, der den dazu passenden geheimen Schlüssel hat und b) Überprüfen einer Signatur, die mit dem dazu passenden geheimen Schlüssel hergestellt wurde.
  • Geheimer Schlüssel: a) Entschlüsseln von Nachrichten, die mit dem dazu passenden öffentlichen Schlüssel verschlüsselt wurden und b) Signieren einer Nachricht, wobei die Signatur dann mit dem dazu passenden öffentlichen Schlüssel überprüft werden kann.

Man selbst besitzt also immer das Schlüsselpaar geheim-öffentlich und jeder andere besitzt nur den öffentlichen Schlüssel. Wenn mir also jemand eine verschlüsselte E-Mail schicken will, benötigt er meinen öffentlichen Schlüssel (den er sich z. B. von besagten Keyservern holen kann).

Die Verschlüsselungs- und Signierschlüssel können übrigens separat erzeugt werden, dazu später noch mehr. Für die öffentlichen Schlüssel gibt es übrigens durchsuchbare Verzeichnisse, sogenannte Schlüsselserver (“Keyserver”). Auch dazu später mehr.

Mit diesem Wissen gerüstet, können wir loslegen und unseren eigenen Schlüssel generieren.

Software-Installation GnuPG

Alle GnuPGPakete finden wir auf einer eigenen Seite bei sourceforge.net:

http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=20789

Download der GnuPG-Pakete bei sourceforge.net

Wir benötigen “GnuPG for OS X” und “GPG Keychain Access”. Alle verfügbaren Files jeweils mit einem Klick auf das grüne “Download” ansehen. Von GnuPG brauchen wir die Datei GnuPG1.4.x.dmg, von GPG Keychain Access GPG_Keychain_Access.0.7.x.x.zip. Gebenenfalls muß man jetzt noch einen Mirror auswählen.

Nun sollten sich auf dem Desktop diese beiden Dateien befinden

Bevor wir sie wir sie jeweils doppelklicken und installieren prüfen wir nach, ob die Files tatsächlich korrekt sind. Dafür öffnen wir das Programm “Terminal”, welches wir noch öfters brauchen werden: Es befindet sich in Programme → Dienstprogramme → Terminal.

In dem nun erscheinenden Fenster tippen wir “md5 ” (ja, mit Leerzeichen) und ziehen anschließend das Icon des GnuPG-Pakets ins Fenster und drücken Return:

Bestimmen des
MD5-Hashes

Wenn alles richtig lief steht da nun:

meinrechner:~ $ md5 /Users/xxx/Desktop/GnuPG1.4.8.dmg
MD5 (/Users/xxx/Desktop/GnuPG1.4.8.dmg) = db046fd96e274dfe3c7021047561fb5a

Dieser sogenannte MD5-Fingerabdruck des Files (b164…) MUSS, sofern ihr auch die Version 1.4.8 einsetzt, mit der Angabe auf der Homepage von MacGPG unter “Files” übereinstimmen.

Wenn NICHT, dann hört bitte an dieser Stelle SOFORT auf und fragt einen Experten bzw. hinterlasst einen Kommentar hier im Blog! In diesem Fall ist wahrscheinlich das Package kompromittiert und könnte einen Virus/Trojaner/etc. enthalten.

Das gleiche wiederholt ihr für das Keychain-Access-Paket: “md5 ” tippen, Paket ins Fenster ziehen, Return drücken und überprüfen:

meinrechner:~ $ md5 /Users/bach/Desktop/GPG_Keychain_Access.0.7.0.1.zip 
MD5 (/Users/bach/Desktop/GPG_Keychain_Access.0.7.0.1.zip) = 69a9dcd3bd90e9ddf993a368e5181512

Nun sind wir uns also sicher, daß wir die richtigen Pakete haben - als nächstes brauchen wir eine Konfigurationsdatei für GnuPG, in welcher einige Standard-Werte korrekt gesetzt werden. Dafür tippen wir im Terminal:

mkdir .gnupg
cat > ~/.gnupg/gpg.conf < < EOF
expert
no-allow-non-selfsigned-uid
no-greeting
no-secmem-warning
escape-from-lines
lock-once
keyserver wwwkeys.de.pgp.net
personal-cipher-preferences S9 S8 S7 S10
personal-digest-preferences H8 H3 H2
personal-compress-preferences Z3 Z2 Z1
EOF

(zwischen den beiden rechts offenen spitzen Klammern darf KEIN Leerzeichen sein!)

Anschließend installieren wir die heruntergeladene Software: Im DMG-File befindet sich ein Paket-Installer, den man mit Hilfe eines Doppelklicks öffnet. Einfach alle Optionen bestätigen und schon hat man GnuPG auf der Platte. Das ZIP-File von Keychain Access entpackt wiederum in ein Directory, in dem sich ein Programm namens “GPG Schlüsselbund”, welches ihr in euren Programme-Ordner zieht und anschließend öffnet.

Schlüssel erstellen

Nach dem Start von GPG Schlüsselbund erkennt das Programm automatisch, daß wir noch kein Schlüsselpaar erstellt haben, unser Schlüsselbund also leer ist (Screenshot). Zuerst werden wir einen Schlüsselpaar zum Signieren erstellen:

Anmerkung vorab: Wer von den etwas versierteren Anwenden den Prozeß der Schlüsselgenerierung von Hand initiieren will, der tippe im Terminal

gpg --gen-key

Alle anderen fahren bitte wie folgt fort: Wir klicken also auf Anlegen, woraufhin uns ein Assistent begrüßt:

Screenshot Assistent GPG Keychain

Wir bestätigen mit “Weiter” und müssen eine Schlüsselart für das zu erstellender Schlüsselpaar wählen: RSA oder DSA (Screenshot).

Es handelt sich hierbei um zwei verschiedene kryptografische Verfahren. RSA gibt es schon seit Jahren und ist weitestgehend erforscht. DSA ist ein neueres Verfahren, was prinzipiell auf dem gleichen mathematischen Problem beruht, komplexer zu verstehen ist und dafür aber kürzere Signaturen produziert. Im Prinzip kann man sagen, daß es nach Stand der Forschung egal ist, was man nimmt, aber ich nehme grundsätzlich RSA. Einfach weil es am längsten erforscht und deutlich einfacher zu implementieren ist, was das Risiko von Fehlern zumindestens einschränkt. Letzlich ist es eine Glaubensfrage, meine Empfehlung lautet jedenfalls für diese Option: «RSA (nur für Signaturen)».

Anschließend könnt ihr die Länge des Schlüssels in Bits wählen (Screenshot). Es sollten mindestens (!) Bits 2048 sein. 1024 Bits gelten bereits als nur noch bedingt sicher (siehe auch hier und hier), während man 2048 Bit beruhigt nehmen kann (und auch unbedingt sollte). Der paranoide Profi baut aber in die Zukunft vor und wählt 4096 Bit, woran sich zumindestens die nächsten 5-6 Jahre jeder massiv die Zähne dran ausbeißen sollte. Einziger Nachteil: Das Verschlüsseln dauert etwas länger. Wenn ihr einen neuen Core Duo Intel-Mac habt, dann nehmt 4096, falls ihr noch einen alten G4 habt, könnt ihr auch 2048 nehmen.

Als nächstes wird das Ablaufdatum gesetzt (Screenshot). Das müßt ihr nicht unbedingt tun, aber es hat den Vorteil, daß der Schlüssel beim Verlust des Originals (nana, kein Backup?) irgendwann mal automatisch ausläuft. Denn wenn ihr den Schlüssel einmal veröffentlicht habt, gilt er ansonsten unendlich lange. Das Setzen eines Ablaufdatums für den Signierschlüssel in naher Zukunft (z. B. 1 Jahr) ist ein wenig paranoid – und bei einem guten Backup könnt ihr auch drauf verzichten, was ich euch aus Gründen der einfacheren Benutzbarkeit auch empfehlen würde. Ansonsten empfiehlt über den Daumen gepeilt sich ein Ablaufdatum in ca. 10 Jahren. Das solltet ihr auch auf jeden Fall setzen.

Nun wird es interessant: Ihr könnt jetzt eure Identität eingeben (Screenshot). Im Prinzip ist es egal, was ihr beim Namen angebt, da kann auch Mickey Mouse stehen – aber das Problem ist, daß euch dann auf den oben schon angesprochenen Schlüsselservern möglicherweise jemand nicht findet. Auf jeden Fall sollte die E-Mail-Adresse stimmen, damit die automatische Verschlüsselung funktioniert. Ihr könnt später auch noch andere E-Mail-Adressen hinzufügen (nicht in dieser FAQ beschrieben), aber zum Anfang sollte man erstmal die hauptsächlich genutzte E-Mail-Adresse verwenden. Hinweis: Als Realnamen akzeptiert GnuPG Keychain Access leider KEINE Umlaute!

Anschließend kann man für seinen geheimen Schlüssel ein Paßwort wählen (Screenshot). Wenn also jemandem mal die Datei in die Hände fallen sollte, dann hat er immer noch keinen direkten Zugriff auf eure verschlüsselten Daten, solange er das Paßwort nicht weiß. Wählt daher ein sicheres Paßwort, am besten mit Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen. “Hansi” ist schlecht, “dB!mKqp$2″ ist dagegen gut. Mehr Hinweise zur Wahl eines sicheren Paßwortes gibts bei Wikipedia.

Fast fertig. Jetzt kann ich die Daten nochmal überprüfen (Screenshot) und anschließend wird der Schlüssel generiert (Screenshot), was eine Weile dauern kann.

So weit so gut, so sieht also unser Schlüsselbund aktuell aus:

Screenshot Schlüsselübersicht öffentlicher Schlüssel

In der Übersicht wird sowohl unter «Öffentlich» wie auch unter «Geheim» (Screenshot) euer neuer Schlüssel angezeigt. Dieser achtstellige Zahlen-Zifferncode (hier: 45652040) ist übrigens die ID eures Schlüssels, damit kann man ihn weltweit einfach identifizieren. Wenn also jemand euren Schlüssel sucht, könnt ihr ihm auch einfach diese ID in die Hand drücken.

Wie bereits oben beschrieben haben wir bisher nur ein Schlüsselpaar zum Unterschreiben (signieren) angelegt, jetzt brauchen wir noch ein Paar zum Verschlüsseln. Diesen Vorgang nennt man Anlegen eines Subkeys. Ungünstigerweise kann dies die aktuelle Version vom GnuPG Schlüsselbund nicht über das GUI, so daß wir kurz ein wenig in die Kommandozeile gehen müssen.

Zunächst müßt ihr euren Schlüssel auswählen (die Zeile anklicken) und Schlüssel → Bearbeiten wählen oder Apfel-Option-E drücken (Screenshot).

Nun landet ihr im Terminal im Bearbeitungsmodus für euren eigenen Schlüssel:

Screenshot Terminal Schlüssel bearbeiten

Hier müßt ihr zunächst mittels des Kommandos “addkey” ansagen, daß ihr einen neuen Unterschlüssel (Subkey) erzeugen möchtet. Nun werdet ihr gefragt, welche Art Schlüssel es werden soll (Screenshot).

In jedem Fall müßt ihr einen “Encrypt only”-Schlüssel anlegen, wie bereits oben gesagt, empfehle ich RSA. Also tippen wir “6″ (siehe letzter Screenshot). Auch hier müßt ihr wiederum die Schlüsselgröße angeben. Wie oben beschrieben empfehle ich 4096, für ältere Maschinen ist auch 2048 okay. 1024 ist jedenfalls zu wenig.

Last but not least kann auch hier wieder ein Ablauf-Datum eingegeben werden (Screenshot). Bei diesem Schlüssel, der ja nicht fürs Signieren, sondern fürs Verschlüsseln zuständig ist, ist dies für den paranoiden Anwender möglicherweise durchaus sinnvoll: Falls euer Schlüssel geknackt wird, ist maximal die E-Mail-Kommunikation von einem Jahr kompromittiert. Nachteil: Die Leute, die an euch verschlüsselte E-Mails senden, müssen regelmäßig euren Schlüssel auf den neuesten Stand bringen. Entscheidet selbst, bei einem 4096-Bit-Schlüssel kann man jedoch auch auf die intensive Nutzung von Verfallsdaten verzichten. In jedem Falle solltet ihr den Schlüssel so in ca. 10 Jahren verfallen lassen. WENN ihr ein kürzeres Expiry-Datum setzt, dann müßt ihr diese hier beschriebene Prozedur des Subkey-Anlegens regelmäßig vor Ablaufen des Expirys wiederholen! Sonst kann euch niemand mehr verschlüsselte Nachrichten senden.

Nach kürzerem oder längerem Warten ist dann die Schlüsselgenerierung abgeschlossen. Ihr könnt die Maske mit dem Befehl “save” verlassen und dann schließlich das Terminal-Fenster schließen (Screenshot).

Damit ist die Schlüselgenerierung erstmal abgeschlossen. Am besten ihr beendet nun das Programm GPG Schlüsselbund komplett (Apfel-Q) und öffnet es wieder erneut, um zu sehen, ob alles funktioniert hat. Schaut im Tab “Geheim” nach, ob euer Screen nun ungefähr so aussieht wie folgt:

Screenshot fertig generierte Schlüssel

Wir haben also einen geheimen Schlüssel zum Signieren (sec), einen Unterschlüssel (sub) zum Verschlüsseln und eine Identität, nämlich die E-Mail-Adresse, die wir vorhin eingegeben haben. Gleiches gilt natürlich auch für den öffentlichen Schlüssel.

Weitere Informationen erhaltet ihr, wenn ihr euren Schlüssel anklickt und Schlüssel → Informationen einblenden im Menü auswählt (oder Apfel-I) drückt (Screenshot).

Wenn alles soweit richtig ist, solltet ihr nun einen sogenannten “Revocation Certificate” generieren. Ihr könnt zwar jederzeit euren Schlüssel “zurückrufen” (sprich für ungültig erklären, z. B. wenn euer Laptop geklaut wurde, an dem das Post-It mit dem GnuPG-Paßwort hing) - aber dafür braucht ihr den geheimen Schlüssel. Falls dieser auch nicht mehr da ist, dann hilft euch das “Revocation Certificate”, was wir gleich generieren werden. Dieses kann nämlich auf jeden beliebigen Schlüsselserver geladen werden und sorgt dafür, daß euer Schlüssel sofort für ungültig erklärt wird. Mehr kann man mit diesem Revocation Certificate jedoch nicht tun – sprich man kann damit auch nicht eure E-Mail entschlüsseln oder Signaturen erstellen. Optimalerweise speichert man das Revocation Certificate auf CD-Rom, druckt es zur Sicherheit nochmal aus und deponiert den Ausdruck bei einem Freund oder bei den Eltern.

Bedenkt, daß das Zurückrufen von Schlüsseln auch aus rechtlichen Gründen wichtig sein kann: Ansonsten kann potentiell der neue Besitzer eures geheimen Schlüssels in eurem Namen signierte Mails versenden. Und da wird die Beweislast bestimmt nicht trival zu widerlegen sein. So ein Fall war zwar meines Wissens nach noch nie vor Gericht – aber better safe than sorry.

Und so gehts:

Ihr klickt euren Schlüssel an und wählt im Menü Schlüssel →W; Bearbeiten. Ihr seid nun wieder in der Maske zum Bearbeiten des Schlüssels (z. B. zum Hinzufügen weiterer Schlüssel). Diese verlassen wir mit Hilfe des Befehls “quit”. Ihr seht, daß vorher das gpg-Programm mit dem Parametern “–edit-key” und der ID eures Keys aufgerufen wurde (die lange Ziffern-Buchstabenkombination). Gebt nun ein:

gpg --gen-revoke <eure-key-id>

Anstatt die ID abzutippen könnt ihr auch einfach die ID von oben per Doppelklick kopieren (Apfel-C) und wieder einfügen (Apfel-V) (Screenshot).

Wenn ihr das nun getan habt, fragt euch GnuPG, ob ihr wirklich ein solches Revocation Certificate generieren wollt. Beantwortet das mit “y” und ihr könnt nun noch einen Grund eingeben (Screenshot). Das ist nicht weiter relevant, ihr könnt 0 für “No reason specified” wählen und ggf. noch einen allgemeinen Text eingeben.

Anschließend gibt euch GnuPG das Revocation Certificate im Terminal als Klartext aus (Screenshot).

Nutzt nun die Copy-Paste-Funktion und kopiert diesen Text z. B. in TextEdit und a) speichert ihn einmal auf eure Festplatte und b) druckt ihn aus (Screenshot)! Laßt das Terminal noch offen!

Nun sind wir fast fertig – bevor wir unseren neuen Schlüssel veröffentlichen und der Welt mitteilen, machen wir vorher ein Backup! Denkt an dieser Stelle gar nicht daran, etwas anderes zu tun - erst wird der Schlüssel gesichert!

Wechselt wieder ins Terminal (falls ihr es doch geschlossen habt, Schlüssel anklicken, Bearbeiten im Menü auswählen und quit tippen) und tippt folgende Zeile (Screenshot):

cp -r .gnupg Desktop/gnupg-backup

Anschließend müßtet ihr einen neuen Ordner namens “gnupg-backup” auf eurem Desktop haben. Diesen sichert ihr nun gemeinsam mit eurem gespeicherten Revocation Certificate auf einem USB-Stick, den ihr sicher verstaut – und brennt zusätzlich eine CD-ROM, die ihr ebenfalls an einem sicheren Ort verstaut!

Schlüsselserver und Import von öffentlichen Schlüsseln

Jetzt haben wir zwar einen Schlüssel – aber die Welt muß noch davon erfahren, damit euch auch jemand verschlüsselte E-Mails senden kann. Für die Bekanntmachung gibt es sogenannte Schlüsselserver, an die man öffentliche Schlüssel senden kann und von wo aus sie dann jeder GnuPG-Nutzer abrufen kann. Wohlgemerkt: Die Schlüsselserver überprüfen in keiner Weise die Identität des Schlüssels, der dort hochgeladen wird - sie speichern ihn nur und geben die Schlüssel weiter. Wir könnten uns also auch als Steve Jobs ausgeben. Auf die Identitätsproblematik und die Lösung dafür, das Signieren von Schlüsseln, kommen wir später nochmal zurück.

Grundsätzlich sollte man nur Schlüssel auf einen Keyserver hochladen, für die man vorher wie wir einen Revocation Certificate erzeugt hat - man kann nämlich einmal hochgeladene Schlüssel nie mehr von den Schlüsselservern löschen, außer man erklärt sie durch das Revocation Certificate für ungültig. Da die Schlüsselserver unabhängig voneinader sind und sich synchronisieren, ist also Vorsicht geboten, da die Information weltweit verteilt wird.

Ein Hinweis zur Vollständigkeit: Leider werden die Schlüssel-Verzeichnisse auch inzwischen von Spammern durchsucht. Es kann also sein, daß eure vorher nirgends publizierte E-Mail-Adresse beim Veröffentlichen auf Schlüsselservern Spam bekommt. Wer das nicht möchte, sollte sich überlegen, seinen Schlüssel ggf. nicht auf einen solchen Server hochladen!

Das Publizieren auf einem Schlüsselserver ist äußerst einfach – man klickt den hochzuladenden Schlüssel an und wählt den Menüpunkt Schlüssel → zum Schlüsselserver senden (Screenshot). Das sich öffenende Terminal-Fenster informiert über die Aktion und kann anschließend geschlossen werden.

Den Schlüsselserver haben wir schon vorhin in der Konfigurationsdatei gpg.conf ausgewählt – es handelt sich um wwwkeys.de.pgp.net. Dieser bietet übrigens auch ein Web-Interface an, um nach Schlüsseln zu suchen.

Das Suchen eines Schlüssels auf einem Schlüsselserver wollen wir jetzt mal exemplarisch durchführen, um anschließend den gefundenen öffentlichen Schlüssel in den eigenen Schlüsselbund zu importieren.

Apple unterhält einen eigenen GnuPG-Key, um Mails mit Sicherheitsankündigungen signieren zu können. Diesen Schlüssel wollen wir importieren. Die E-Mail-Adresse, von der die Mails von Apple geschickt werden, lautet product-security@apple.com.

Wir wählen also im Menü Schlüssel → Schlüssel suchen aus und geben die oben genannte E-Mail-Adresse im entsprechenden Dialog ein (Screenshot).

Offensichtlich gibt es mehrere gefundene Schlüssel, Apple erzeugt anscheinend jedes Jahr einen neuen. Wir wählen also den ersten Schlüssel (Nr. 1) aus, woraufhin dieser heruntergeladen und in unseren Schlüsselbund importiert wird (Screenshot). Das Terminal-Fenster können wir jetzt schließen.

Der neue Schlüssel taucht nun in unserer Schlüsselbundliste auf (im Zweifelsfalle zum Aktualisieren kurz zwischen Geheim und Öffentlich hin- und herklicken) (Screenshot). Mit dem bereits verwendeten Menüpunkt “Informationen einblenden” sehen wir weitere Details, unter anderem den Fingerabdruck des Schlüssels (Screenshot).

Um sicherzugehen, daß der Schlüssel auch tatsächlich von Apple kommt, vergleichen wir den Fingerabdruck mit den Informationen auf Apples Web-Site: http://www.apple.com/de/support/security/pgp/ – dort ist nämlich deren Fingerprint aufgeführt (Screenshot).

Und siehe da, die Informationen stimmen überein – der Schlüssel ist authentisch. Von nun an können wir also überprüfen, ob Mails, die vorgeben von Apple zu kommen auch wirklich von Apple kommen – und außerdem könnten wir Apple auch verschlüsselte Mails senden (wer immer die dann auch liest).

Tatsächlich können wir jetzt sogar so weit gehen und wiederum den öffentlichen Schlüssel von Apple selbst signieren – da wir überprüft haben, daß es tatsächlich von Apple stammt. Wohlgemerkt, wir reden hier über das Signieren eines Schlüssels, nicht über das Signieren einer E-Mail.

Exemplarisch sieht das so aus: Wir wählen im Menü Schlüssel →W; Signieren aus (Screenshot) und haben nach einer Sicherheitsabfrage (Screenshot) den Schlüsel tatsächlich signiert. Wir könnten diesen nun wieder an den Schlüsselserver um zu demonstrieren, daß wir diesem Schlüssel unsererseits Echtheit bestätigen.

Damit dieses “Web Of Trust”, also das gegenseitige Vertrauen, daß ein bestimmter Schlüssel auch genau dieser Person gehört, tatsächlich funktioniert, sollte man mit dem Unterschreiben von fremden Schlüssel äußerst vorsichtig und restriktiv sein. Erst wenn man den Fingerprint gecheckt hat (am besten telefonisch oder in Persona – zumindestens über eine Website) und sicher ist, daß derjenige auch wirklich die Person ist, die er vorgibt zu sein – DANN sollte man erst signieren.

Natürlich kann man Schlüssel nicht nur über Schlüsselserver importieren, sondern auch über den entsprechenden Button innerhalb von GPG Schlüsselbund (und natürlich auch exportieren).

Wenn man sehen will, welche Leute bereits einen Schlüssel signiert haben, klickt man den betreffenden Schlüssel an, wählt im Menü Schlüssel → Bearbeiten und tippt nun den Befehl “check”. GnuPG zeigt uns nun, wer von den Leuten in unserem Schlüsselbund diesen Schlüssel ebenfalls signiert hat (Screenshot).

Eine letzte Anmerkung zum Schlüsselmanagement noch zum Schluß: Da über die Zeit zu einem Schlüssel neue Signaturen hinzukommen können bzw. abgelaufene Subkeys durch neue ersetzt werden können, sollte man regelmäßig den eigenen Schlüsselbund gegen die Keyserver abgleichen. Dafür wählt man einfach alle Schlüssel aus (alternativ Apfel-A drücken) und ruft im Menü Schlüssel → Abgleichen auf (Screenshot). Nun werden die Schlüssel automatisch gegen den Keyserver abgeglichen und die Änderungen im eigenen Schlüsselbund eingearbeitet.

PlugIn für Mail.app

So weit so schön – wir haben jetzt einen Schlüssel, gegebenfalls schon einige öffentliche Schlüssel von Freunden über Keyserver importiert - wie versenden wir denn nun unsere erste verschlüsselte Mail? Dafür benötigen wir zunächst das PlugIn “GPGMail” (Download für 10.4 Tiger hier).

Auch hier gilt: erstmal die Integrität des Paketes wie oben beschrieben prüfen, also im Terminal via:

md5 /Users/xxx/Desktop/GPGMail-10.4.dmg

Das Ergebnis, was zurückkommen muß (4c7d60d3d5997961908e625b3f4de7a8 für die 10.4-Tiger-Version) steht auch hier auf der Download-Seite von GPGMail.

Dann muß die Installationsanleitung befolgt werden. Bei 10.4.1 Tiger (oder höher) ist es vor der Installation von GPGMail notwendig, nochmal ins Terminal zu gehen und die folgenden Befehle einzugeben:

defaults write com.apple.mail EnableBundles -bool true
defaults write com.apple.mail BundleCompatibilityVersion 2

Nun beenden wir Mail.app, öffnen das heruntergeladene .dmg-File von GPGMail und benutzen den mitgelieferten selbsterklärenden Installer.

Wenn wir nun Mail.app wieder starten, dann rufen wir das Einstellungs-Fenster auf (oder drücken Apfel-,). Nun müßte ein neues Icon “PGP” im Einstellungsdialog auftauchen:

Screenshot Einstellungen in Mail.app

Dann habt ihr es schon fast geschafft. Am besten ihr übernehmt beim Verfassen-Dialog meine Einstellungen analog zum Screenshot.

Im Tab “Ansicht” habe ich nur die Optionen “Nachrichten automatisch authentifizieren” und “Nachrichten automatisch entschlüsseln aktiviert”. Im Schlüssel-Tab habe ich eingestellt, daß das Kennwort im Schlüsselbund gespeichert werden soll. Dadurch muß man nicht bei jedem Entschlüsseln einer Mail immer wieder erneut das Kennwort eingeben, sondern das Plug-In schreibt es in den accountweiten Schlüsselbund, der wiederum mit dem eigenen Login-Paßwort verschlüsselt ist.

Das wars dann schon. Zum Test könnt ihr mal eine verschlüsselte E-Mail an euch selbst schreiben – wobei ihr beim Erstellen der Mail auswählen könnt, ob ihr verschlüsseln und signieren wollt:

Screenshot Einstellungen in Mail.app

Klickt beides an – und dann solltet ihr eine von euch verschlüsselte E-Mail erhalten, die ihr natürlich auch wieder selbst entschlüsseln könnt.

Herzlichen Glückwunsch! Das war alles!

In dem Sinne: Viel Spaß beim Spielen und Entschlüsseln. Über Anregungen und Verbesserungsvorschläge zu diesem Post freue ich mich in den Kommentaren. Diese Anleitung wird bei neuen Anregungen und Ideen entsprechend ergänzt.

,

  1. #1 von Kloth am 24. Mai 2007 - 5:18 PM

    Hi,

    hab da ne frage…
    nachdem ich md5 in den Terminal eingetippt, und danach das Icon des GnuPG-Pakets reingezogen habe, kommt nach dem = nicht der md5 Fingerabdruck, sondern:

    No such file or directory !!!

    und das gleiche ist beim Keychain-Access-Paket passiert!!!
    was heißt das ???
    Hab ich was falsch gemacht?

    danke und grüße, Kloth

  2. #2 von Die Stimme der freien Welt am 24. Mai 2007 - 5:23 PM

    Mh, gute Frage. Zitier mal, wie dann schließlich der genaue Befehl hieß, der da stand (copy/paste).

  3. #3 von Kloth am 24. Mai 2007 - 5:25 PM

    noch ein nachtrag…

    was soll ich jetzt mit den beiden (GnuPG-Paket & Keychain-Access-Paket)
    machen? Auswerfen? Löschen (Papierkorb) ???
    bin ein bißchen unruhig, da du was von trojanern und so geschrieben hast…

    gruß,Kloth

  4. #4 von Kloth am 24. Mai 2007 - 5:33 PM

    Da steht:

    xxx-Computer:~ xxx$ md5/Users/xxx/Desktop/GnuPG1.4.7.dmg
    -bash: md5/Users/xxx/Desktop/GnuPG1.4.7.dmg: No such file or directory
    xxx-Computer:~ xxx$

  5. #5 von Die Stimme der freien Welt am 24. Mai 2007 - 5:38 PM

    Da fehlt das Leerzeichen nach “md5″.

  6. #6 von Kloth am 24. Mai 2007 - 5:43 PM

    cool, vielen dank- sorry wie konnte ich so blöd sein, das habt ihr ja extra geschrieben…
    danke für die schnelle hilfe…
    gruß,
    Kloth

  7. #7 von Kloth am 24. Mai 2007 - 5:50 PM

    sorry,
    jetzt spinnt er schon wieder beim Keychain-Access-Paket:

    xxx-Computer:~ xxx$ md5 /Users/xxx/Desktop/GPG Keychain Access
    md5: /Users/xxx/Desktop/GPG Keychain Access: Operation not permitted

    muss ich den ganzen Ordner reinziehen, oder nur einen teil des Inhaltes?

  8. #8 von Kloth am 24. Mai 2007 - 6:00 PM

    funktioniert auch nicht bei ordnerinhalt (zb. keychain) da kommt wieder:
    Operation not permitted

    was mache ich jetzt? – das GnuPG war in ordnung…

  9. #9 von Die Stimme der freien Welt am 24. Mai 2007 - 6:08 PM

    Du hast nicht Archiv da reingezogen, sondern schon die ausgepackte Datei …

  10. #10 von Kloth am 24. Mai 2007 - 6:21 PM

    hab nichts gemacht,- nach dem runterladen sind drei Teile auf dem Desktop aufgetaucht:

    1. Weisses externe Festpatte/Usb-Stick Icon “GnuPG Mac OS X 1.4.7″
    2. weisses Papier mit Festplattensimbol drauf “GnuPG1.4.7.dmg”
    und
    3. ein normaler Ordner mit Namen “GPG Keychain Access”

    wobei die kontrolle des md5 Fingerabdrucks (diesmal mit leerzeichen) nur bei Nr.2 geklappt hat,- bei Nr.1 und 3 kommt “Operation not permitted”…

    sorry für das caos, aber wie soll ich jetzt am besten weitermachen?

  11. #11 von Kloth am 24. Mai 2007 - 6:49 PM

    soll ich einfach weitermachen wie beschrieben???
    bin jetzt ein wenig durcheinander,- was meinst du denn mit “Archiv”?

  12. #12 von Die Stimme der freien Welt am 24. Mai 2007 - 6:52 PM

    Das ist normalerweise ein .zip-File, z. B.:

    http://dfn.dl.sourceforge.net/sourceforge/macgpg/GPG_Keychain_Access.0.7.0.1.zip

    Anscheinend hat das Dein Rechner automatisch ausgepackt. ggf. solltest Du es nochmal downloaden, daß er es nicht auspackt (im Safari Einstellungen -> Sichere Dateien nach dem Laden öffnen auf aus stellen).

  13. #13 von Kloth am 24. Mai 2007 - 7:04 PM

    super, danke, hat jetzt alles geklappt…
    allerdings hab ich noch ein paar fragen:

    muss ich bei dem nächsten schritt für die standartwerte

    die befehle nacheinander oder jeweils zeile für zeile mit return-taste dazwischen eingeben?

    und müssen die beiden überprüfungen der md5-Fingerabdrücke im Terminal bleiben?

    was mache ich nach der eingabe in den Terminal mit dem Terminal?- einfach schließen?

    danke für die ganze hilfe!

  14. #14 von TiGerman am 14. Juni 2007 - 3:55 PM

    Woran liegt es daß von mir via GPG verschlüsselte E-Mails beim Empfänger, der PGP benutzt, mit fehlerhaften Umlauten ankommen?

  15. #15 von harry am 14. Juni 2007 - 10:56 PM

    Hallo TiGerman,

    wie ist es wenn du eine unverschluesselte email schickst? kommen die umlaute dann auch fehlerhaft an? wenn ja, liegt es nicht an GPG bzw PGP, sondern an unterschiedlichen zeichensaetzen (mac / windoof).

  16. #16 von TiGerman am 16. Juni 2007 - 3:30 PM

    @ harry

    Nein, dann funktioniert alles bestens:

    Ich sende mit Mail, der Empfänger benutzt auch Mail.

    Wenn ich meinen Text als HTML schicke, dann klappt die “Umlautübersetzung”. Wenn ich meine E-Mails als reinen text schicke, sogehen die Umlaute beim Empfänger kaputt.

  17. #17 von Die Stimme der freien Welt am 19. Juni 2007 - 4:01 PM

    @Kloth:
    1. Ja, zeilenweise mit Return.
    2. Was meinst Du mit “im Terminal bleiben”?
    3. Ja, einfach schließen.

    @TiGerman:
    Dann ist das Problem ja klar, dann liegts am “gegnerischen” Mail-Client. Wenn Du schon keine normale Plain-Text-Mail schicken kannst, dann geht es mit GnuPG auch nicht, was aber nicht die Schuld von GnuPG ist.

  18. #18 von TiGerman am 26. Juni 2007 - 2:26 PM

    @ DSdfW

    Da habe ich mich wohl unklar ausgerückt:

    Unverschlüsselte E-Mails funktionieren prima. Sender und Empfänger Mac OS X 10.4.10, Mail-Client: Mail.

    Bei von mir GPG verschlüsselten reinen Text-E-Mails gehen die Umlaute kaputt.
    Bei von mir GPG verschlüsselter HTML E-Mail bleiben die Umlaute erhalten.

    Wird von der anderen Seite per PGP verschlüsselt, so gilt das gleiche: Ist die ursprüngliche E-Mail reiner Text, so gehen die Umlaute kaputt. Ist die ursprüngliche E-Mail HTML, so bleiben die Umlaute erhalten.

    Woran kanns liegen?

    tia

  19. #19 von Axel am 27. Juni 2007 - 12:59 PM

    erst mal vielen Dank für die Anleitung. ist wirklich toll und ausführlich

    leider funktioniert bei mir die Schlüsselgenerierng überhaupt nicht

    hab jetzt 30 min ALLE Varianten ausprobiert

    hab keine Umlaute; habe alle Verschlüßelungsvarianten und -längen durchprobiert; mit und ohne Ablaufdatum; mit Kommentar und ohne; beliebige Testdaten eingegeben. . .

    nix hilft ;((( schade. dass da keine ordentlich Fehlermeldung ausgegeben wird ist allerdings ärgerlich

    das Preference-Panel funktioniert bei mir übrigens auch nicht. Meldung “Sie können die Systemeinstellung „GnuPG“ nicht auf diesem Computer öffnen. Eine neuere Version dieser Software erhalten Sie vom Entwickler.”

    hängt das vielleicht zusammen? alte Version?
    und um das gleich mal auszuschließen: die Schlüßelerstellung hat schon nicht funktioniert als ich das Preference-Pane noch NICHT installiert hatte

    hat hier jemand einen Tipp???

    lg Axel

  20. #20 von Axel am 27. Juni 2007 - 11:22 PM

    Asche auf mein Haupt!!!
    hab 30 Minuten lang jeden möglichen Blödsinn getestet aber das Naheliegenste ignoriert: hab mich bei der Erstellung von ~/.gnupg/gpg.conf vertippselt . . . 2 mal :-/

    Also mir nur dir nochmal für die ganze Arbeit zu danken. °Thumbs up°

  21. #21 von Christian am 18. Juli 2007 - 4:36 PM

    Hallo,

    mich stört an der ganzen Sache, dass ich Mails nicht entschlüsselt in Apple Mail speicher kann. Ich schätze sehr die Möglichkeit, meine E-Mails im Volltext zu durchsuchen. Wenigstens die eingehenden. Gibt es da irgendeine Möglichkeit außer den Proxy von PGP?

    Viele Grüße

    Christian

  22. #22 von susanna am 20. August 2007 - 10:43 AM

    hey,find wow gold click here

  23. #23 von TiGerman am 2. November 2007 - 4:19 PM

    Hallo!

    Hat jemand schon die Herschlüsselung von E-mails unter Leopard bewerkstelligt?

    tia

    TiG

  24. #24 von Die Stimme der freien Welt am 2. November 2007 - 5:02 PM

    Leopard ist momentan unspported, sowohl seitens GPGMail wie auch macgpg. … dürfte sich aber nur um ein paar Tage bis Wochen handeln.

  25. #25 von Enc am 3. Januar 2008 - 5:53 PM

    > Leopard ist momentan unspported,
    > sowohl seitens GPGMail wie auch macgpg.

    Beide Programme sind mittlerweile Leo-kmpatibel: MacGPG als stable und GPGMail als beta.

    Grüße,
    enc

  26. #27 von Xjs am 4. Januar 2008 - 9:29 PM

    Hey, vielen Dank fuer den Artikel (auch, wenn er ein bisschen arg dau-ig (;-)) war.

    Gruesse.

  27. #28 von d1onysos am 16. Januar 2008 - 3:36 PM

    danke für die hervorragende Erklärung!
    bei mir ging alles problemlos bis zur Veröffentlichung auf dem Server: im Terminal kommt die Meldung:gpgkeys:
    HTTP post error 6: Couldn’t resolve host ‘www.keys-de-pgp.net’
    gpg: interner Fehler Schl”usselserver
    gpg: Senden an Schl”usselserver fehlgeschlagen: Schl”usselserverfehler
    was habe ich falsch gemacht?

  28. #29 von Die Stimme der freien Welt am 16. Januar 2008 - 3:39 PM

    Nicht http://www.keys-de-pgp.net sondern wwwkeys.de.pgp.net

  29. #30 von d1onysos am 16. Januar 2008 - 3:51 PM

    nun gut, aber wie ändere ich das im programm?

  30. #31 von Die Stimme der freien Welt am 16. Januar 2008 - 3:52 PM

    Das mußt Du in der Konfig gpg.conf ändern.

  31. #32 von d1onysos am 16. Januar 2008 - 3:58 PM

    sorry für das Diletantentum, aber…
    mach ich das im Terminal. Unter Einstellungen kann ich nicht zugreifen

  32. #33 von d1onysos am 16. Januar 2008 - 5:02 PM

    hat sich erledigt, war ne blöde Frage, habs schon gecheckt…
    vielen Dank trotzdem

  33. #34 von mfr84 am 6. Februar 2008 - 6:50 PM

    hallo

    ich suche eine Möglichkeit weitere E-Mailadressen zu einem bestehenden Schlüssel hinzuzufügen… Geht das irgend wie und wenn ja wie? Ich hab leider nichts dazu bisher gefunden.

    Vielen Dank im Vorraus
    Gruß
    mfr

  34. #35 von derDon am 11. Februar 2008 - 10:26 PM

    Hmmm, gerade habe ich MAcOS neu installiert, kann aber aus meinem backup nur den öffentlichen Schlüssel importieren. Wie komme ich wieder an meinen geheimen Schlüssel, oder muss ich jetzt schon mein Schlüsselpaar widerrufen??

    Vielen Dank im Vorraus,
    mfg

  35. #36 von FX am 4. Dezember 2008 - 8:43 AM

    Hey, vielen Dank fuer den Artikel

  36. #37 von Natural Style am 23. März 2009 - 6:07 AM

    programm? hoto

  37. #38 von tbrnds am 26. Oktober 2009 - 9:05 PM

    Hallo!

    Gibt es eine Möglichkeit, den private key zu exportieren? Dazu konnte ich bisher nichts finden.

    Danke

  38. #39 von stipp am 23. November 2009 - 9:01 AM

    Hallo, ich bekomme folgende Antwort vom Terminal GnuPG1.4.9.dmg) = 36d9eb482a98774521bfd7bb73e4ad06.

    Scheint ja nicht übereinzustimmen. Habe jedoch genau das gemacht, wie Du es empfohlen hast.

    Kann ich dazu einen Tipp haben?

  39. #40 von Alex am 30. Juli 2010 - 10:33 PM

    Vielleicht eine neue Meldung wert: Auf http://www.gpgmail.de gibt es GPGMail 1.3.0, kompatibel zu 10.6.4 Snow Leopard (inkl. Installer, Updates via Sparkle, …)

  40. #41 von Alex am 24. Oktober 2010 - 3:25 PM

    Danke für die gute und ausführliche Beschreibung! Hatte mich bisher von dem Thema immer fern gehalten und finde auch noch immer, dass es viel zu kompliziert ist für den normalen Endanwender. Aber als ITler sollte man ja mal mit gutem Beispiel voranschreiten.

    Gruß, Alex

(wird nicht veröffentlicht)