Neuer Spaß mit gehackten Wahlmaschinen:
In dem Nachbarland wird bereits flächendeckend an Wahlcomputern gewählt, und dies zu über 90 Prozent an den Geräten des heimischen Herstellers Nedap/Groenendaal. Deren Geschäftsführer Jan Groenendaal hatte noch im August behauptet, dass Hacker “absolut keine Chance” hätten. Bei dem Wahlgerät handele es sich nicht um einen Wahlcomputer, sondern um eine so genannte Dedicated Special Purpose Machine, “die ausschließlich für den Zweck einer Wahl und sonst nichts anderes hergestellt wurde” (PDF auf deutsch). Den Beweis, “dass man mit unserer Wahlmaschine auch Schach spielen kann”, so Groenendaal, “würde ich gerne vorgeführt bekommen”. In dem gestern ausgestrahlten Beitrag tat ihm die Gruppe den Gefallen, indem sie auf dem gehackten Gerät ein Schachprogramm installierte: Der umfunktionierte Wahlcomputer eröffnete mit d2-d4.
— http://www.heise.de/newsticker/meldung/79052
In dem Zusammenhang sei nochmal auf Tims vorzüglichen Artikel «Es gibt kein Problem» verwiesen. Lesenswert.
Nachtrag: Die PTB sieht keine Veranlassung über Wahlmaschinen insgesamt nachzudenken. Und auch mit einer großartigen Argumentation: “Ja, die Gefahr ist zwar im Prinzip da, aber es ist ja noch nix passiert – es gibt noch keine Beweise, daß das schonmal jemand probiert hat.” Mannmannmann. Wenn Software-Hersteller immer nur Patches rausbringen würden, sobald ein Exploit da ist … Denken soll ja auch nicht so einfach sein, wie man hört…
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