Erneuter Goya-Spaß: Jetzt klauen sie schon den ganzen Tresor.


Heute berichtet BILD, daß im Goya-Club der 700kg schwerer Tresor mit angeblich 90.000 Euro drin entwendet wurde. Wie auch immer das geht :-)

Damals zum Ende der New Economy, kurz bevor alle Läden Inso anmeldeten, wurden auch immer reihenweise Laptops «geklaut». Wie sagt doch schon der Merovinger in Matrix?

Where some see coincidence, I see consequence.

Zum Thema Goya siehe auch hier, hier und hier. Plus weiterführenden Links in den Artikeln.

Gut informierte Quellen behaupten übrigens, daß der Laden runtergefahren wird, sobald das Inso-Geld vom Arbeitsamt wegfällt. Nicht ganz unwahrscheinlich. Es bleibt also weiter spannend.

Nachtrag: Die Berliner Zeitung berichtet auch.

Nachtrag: Der Tagesspiegel berichtet etwas ausführlicher:

Was verwundert, ist folgendes: Der Safe wiegt 570 Kilogramm — und ist einfach aus dem Sicherheitsbereich verschwunden. »Wir haben keine Spuren von Gewaltanwendung am Tatort gefunden«, sagte ein Polizeisprecher.

In der Nacht sei der Safe am 26. März noch im Club am Nollendorfplatz gesehen worden, am nächsten Morgen gegen 10 Uhr war der Stahlkoloss plötzlich verschwunden. Die Polizei geht dem Verdacht einer Insolvenzstraftat nach. Auch gibt es Gerüchte, nach denen eine am Bau beteiligte Firma sich so ihren entstandenen Schaden von mehreren zehntausend Euro habe begleichen wollen. Die Polizei hat bislang jedoch keine Spur. Die offenen Rechnungen des »Goya« sollen sich nach Angaben des Insolvenzverwalters auf rund fünf Millionen Euro belaufen.

Nachtrag 2006-04-11: Es gibt «erhebliche Liquiditätslücken» beim Goya. Wer hätte DAS gedacht.

Gerüchtenachtrag 2006-04-24: Wo der 700 Kilo schwere Tresor gestanden haben soll, weiß keiner. Der eine vermutet im Keller, der andere neben dem Eingang — »jedenfalls irgendwo im Erdgeschoss«. Auch die Gerüchte darum, wo der Tresor nun ist, sind mannigfach. »Manche meinen sogar, er sei noch im Haus«, sagt einer der Barmänner.

Und warum das GOYA nicht das gewünschte SL-fahrende Publikum hat, was den angedachten Mindestumsatz bringt, das klärt der Artikel ebenfalls – am Beispiel der Spandauer Friseuse Katrin:

Katrin und Renate sind begeistert. Die Friseuse aus Spandau und ihre Kundin sitzen vor einer Aufreihung von Meeresfrüchten: links ein Hummer, daneben ein Stück Rotbarbe, ein Gamba auf Kartoffelsalat-Törtchen und ganz rechts die Pulpo-Sülze mit Rucola-Sorbet. »Sowas habe ich ja noch nie gegessen«, sagt die Friseuse, die am Eingang des Goya 42 Euro für das baskische Menü »Txoko« ausgegeben hat. »Eintritt und zwei Gläser Wein sind auch inklusive«, sagt sie.

Mehr zum Thema Goya-Club Berlin auf diesem Blog:

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  1. #1 von Guido am 3. April 2006 - 8:36 PM

    Du scheinst Dich ja zu einem Hofberichterstatter für das Goya hochzuarbeiten. Was fixt Dich denn da so an? Den Laden kann man doch einfach ignorieren, selbst hier in direkter Sichtweite…

  2. #2 von Guido am 4. April 2006 - 9:22 PM

    “Ich finde es interessant, daß jemand Unsummen für eine schwachsinnige Investition kriegt und dann dafür auch noch von der Presse gefeiert wurde.”

    Ist auch eine passende Zusammenfassung für den DotCom-Hype. Das sollte Dich doch eigentlich nicht mehr schocken können ;-) Guido

(wird nicht veröffentlicht)