Aus der Reihe “Wenn 11 Mio. € nicht reichen” zeigen wir Ihnen heute: Peter Glückstein vom Goya im Interview mit der WELT. Die Lösung: Es war einfach schon von Anfang an zu wenig Geld. Mit 11 Mio. € kann man ja auch keinen Club machen. Der Cookie hat schließlich auch mit mindestens 30 Mio. € angefangen, sonst wäre der nie so erfolgreich geworden. Aber zurück zu Pete Glückstein:
Zunächst wird erstmal etwas gehyped:
Der Gastronom hatte den Ruf einer Legende. Sein mutiges Goya-Projekt, das schon in der Planungsphase wegen des gigantischen Volumens und der Einzigartigkeit viel Aufsehen erregte, hätte den Ritterschlag für ihn bedeuten können. Doch die Rechnung ging nicht auf. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde Glückstein Anfang März zum Buhmann. Die öffentliche Schelte schmerzt.
Dann abgestritten:
Ich habe es nicht geschafft. Aber ich habe nichts fahrlässig versemmelt.
Dann gelogen:
Es fehlte Geld. Von Anfang an.
Dann geheult:
Seine Ideen darf er aber nicht mehr einbringen. Glückstein, der Kapitän, der viereinhalb Jahre in seinen Nachtclub investierte und mit dem Schiff neue Maßstäbe setzen wollte, wurde über Bord geworfen. Das Steuer haben branchenfremde Aufsichtsräte übernommen.
Und schließlich gedroht:
Goya wird nicht mein letztes Projekt sein. [...] Ich werde weiter wirken. Aber es gibt noch keine konkreten Pläne.
Na dann prost.
Und ein Gerüchtenachtrag zum Thema Tresor-Klau gibt’s auch:
Und warum das GOYA nicht das gewünschte SL-fahrende Publikum hat, was den angedachten Mindestumsatz bringt, das klärt der Artikel ebenfalls – am Beispiel der Spandauer Friseuse Katrin:
Katrin und Renate sind begeistert. Die Friseuse aus Spandau und ihre Kundin sitzen vor einer Aufreihung von Meeresfrüchten: links ein Hummer, daneben ein Stück Rotbarbe, ein Gamba auf Kartoffelsalat-Törtchen und ganz rechts die Pulpo-Sülze mit Rucola-Sorbet. »Sowas habe ich ja noch nie gegessen«, sagt die Friseuse, die am Eingang des Goya 42 Euro für das baskische Menü »Txoko« ausgegeben hat. »Eintritt und zwei Gläser Wein sind auch inklusive«, sagt sie.
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