
Peter Glückstein ist nicht mehr alleiniger Vorsitzender der Goya AG. Der Aufsichtsrat des finanziell angeschlagenen Klubs am Nollendorfplatz hat den Rechtsanwalt Karl-Hinrich Fromm zum gleichberechtigten Vorstand ernannt. In Kreisen der Hauptaktionäre des Goya wurde dies als “Entmachtung” des bisherigen Chefs Glückstein interpretiert und “als fatale Entscheidung”.
Ha! Es geht rund im Goya! Herrn Glückstein wurde also ein Aufpasser beigestellt, der wahrscheinlich darüber wacht, daß die Demnächst-Insolvenzmasse nicht verschleudert wird. Fatal ist übrigens nicht diese Entscheidung, sondern die, Goya-Aktionär geworden zu sein.
Nach wie vor gibt es allerdings finanzielle Probleme. Im Gegensatz zu Aussagen des Vorstands konnten noch immer nicht alle Angestellten bezahlt werden. Zwar wurde mit den größten Gläubigern ein Moratorium vereinbart, trotzdem fehlt dem Klub nach Angaben eines Hauptaktionärs eine “einstellige Millionensumme”.
Update: Herr Glückstein äußerst sich persönlich. Die Sprüche klingen wie damals von den CxO’s von einem Pleite-Nemax-Unternehmen. Und mitleidserregend heult er in der Berliner: “Ich bin nur noch Frühstücksdirektor. Ich habe hier nichts mehr zu sagen, dabei ist das Goya doch meine Erfindung.”
Da kam wohl auch die Abkehr von der obskuren «World Music» etwas zu spät.
Nachtrag 2006-03-03: Wie lustig, das Goya ist pleite. So schnell kann’s gehen. Dann habe ich dem Laden ja glatt fünf Monate zuviel gegeben. Ich Optimist!
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#1 von Akimo Freis unter 5. März 2006
Herr Glücktein hat das Objekt ab Beginn in den Sand gesetzt. Ab der Planung. So was wid nie laufen. Villeicht sollte er sich mal prinzipiell Gednken darüber machen ob er in der falschen Branche ist. Luftschlösser bauen geht schnell, das abreißen wird teuer. Aber es sind ja wie immer Anlagegelder.