Der Goya-Club: Insolvenz-Details

Goya-Plakat mit Preetz

Insolvent. Hach. Tag für Tag werden die Nachrichten lustiger. 4,5 Millionen EUR nicht beglichene Rechnungen stellt man im Rahmen der Insolvenz fest. Wow. Eine deftige Leistung. Das ist ja fast New Economy-Niveau. Da dürfte auch Michael Preetz der “glorreichen Sieben” (Eigenbezeichnung Goya) das Lachen vergehen.

“Ich habe es nicht hinbekommen!” sagt Kollege Glückstein in der B.Z. – das ist offensichtlich. Aber er droht uns auch zugleich. Was er jetzt mache? “Vielleicht was Neues.” – aber bitte keinen Club mehr.

Mehr zur Historie:

P.S.: Und das Insolvenz-Bingo des Berliner-Nachtlebens geht fleißig weiter. Im Rebellmarkt wird auf den China Club Berlin spekuliert – mit der Wette gehe ich sofort mit. Die 20k Aufnahmegebühr werden sich die meisten wohl auf Dauer auch abschminken können.

Nachtrag 2006-03-05: Ein tolles Interview mit Glückstein in der Morgenpost:

Uns ist einfach das Geld ausgegangen. [...] Dieser Prozeß war so nicht aufzuhalten.

[...]

Und was sagen Sie zur Kritik an der unordentlichen Buchführung?

Die Buchführung war ab dem Zeitpunkt der Eröffnung tatsächlich konfus, aber wir sind an den schlechten Zahlen und nicht an der Unordnung in den Zahlen gescheitert. Und an dem Chaos tragen auch der Steuerberater und der Finanzmanager Schuld.

Nachtrag 2006-03-05 #2: … und Kommentare dazu im Rebellmarkt.

Nachtrag 2006-03-05 #3: Ich habs gerade nochmal durchgerechnet und auch nochmal etwas im Verkaufsprospekt mit den Zahlen gelesen.

4,5 Mio EUR, das ist mir nach Berechnung der Baukosten völlig unklar, wie diese Summe zustande kommen konnte – und vor allem, daß das erst der Insolvenzverwalter feststellt und nicht schon der Vorstand ein wenig früher. “Huch, guck mal, da fehlen ja 4,5 Mio. Das war gestern aber noch nicht so, oder?”

Die Frage ist vielmehr, ob Herr Glückstein da nicht vielmehr eine lässige verschleppte Insolvenz an der Backe hat. Das könnte nochmal interessant werden.

Nachtrag 2006-03-10 #4: Jetzt solls eine «Powerfrau mit großem Netzwerk» richten, eine Ärztin. Ob der Patient da nicht bereits tot ist und mehr eine ärztliche Fehldiagnose vorliegt?

Nachtrag 2006-03-12 #5: Huch! Es waren wohl doch 5 Millionen unbezahlte Rechnungen. Naja, der kleine Unterschied machts auch nicht mehr fett.

Nachtrag 2006-03-13 #6: Die armen DJ’s. Wären sie mal in NYC geblieben.

Nachtrag 2006-03-14 #7: Wie die Spatzen von den Dachen pfeifen, ist wohl der eine oder andere Großcaterer an einem Kauf des Goya interessiert … schaun’ wir mal!

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  1. #1 von Insolvenz unter 9. Juni 2008

    Warum sollte es nicht zur Pleite kommen und wenn doch haben viele Unternehmer schon längt vorgesorgt.Immer öfters heißt es Insolvent und trotzdem erfolgreich. Ja so ist das.

(wird nicht veröffentlicht)
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