«Arbeitslosigkeit»


Ich bleibe bei meiner These, Arbeitslosigkeit scheint in Deutschland in erster Linie ein Qualifikationsproblem zu sein. Ich könnte fünf Stellen sofort besetzen, finde aber keine geeigneten Bewerber. Anscheinend gibt es nicht mal halbwegs qualifizierte Leute für ein (bezahltes) Marketing-Praktikum.

Aber wie meinte schon ein Freund von mir so treffend: Berlin ist nunmal nicht gerade mit qualifiziertem Personal gesegnet. Oder anders: Wer was kann macht sich weg. Es sei denn er ist dank Papi gut versorgt.

Traurig, aber wahr.

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  1. #1 von David am 3. Februar 2006 - 8:45 PM

    Vielleicht sind deine Ansprüche an eine Praktikanten einfach zu hoch. Ein Praktikum ist in erster Linie ein Training. Wie wenn nicht über eben solch ein Training sollen denn qualifizierte Leute angelernt werden?
    Ich hab mich schon des öfteren aufgeregt wenn in der Beschreibung des Praktikums schon nach quasi ausgelernten Mitarbeitern gesucht wird.

    Übrigens: Schick mir doch einfach deine Anforderungen oder das was du erwartest. Ein Versuch wär es doch wert, oder?

  2. #2 von luzie am 4. Februar 2006 - 2:59 AM

    “Berlin ist nunmal nicht gerade mit qualifiziertem Personal gesegnet. Oder anders: Wer was kann macht sich weg. Es sei denn er ist dank Papi gut versorgt.”

    hm. du bist noch in berlin.
    nach der theorie deines freundes stellt sich da die frage:
    kannst du nix oder bist du von papi gut versorgt? ;)

    also ich find ja eigentlich, in berlin gibt es jede menge fähige leute.

  3. #3 von krow am 4. Februar 2006 - 11:02 PM

    Anstatt zu jammern, sollten Sie vielleicht darueber nachdenken, ob nicht Sie selbst das eigentliche Problem sind. Manchmal war’s schwer aber in keiner meiner bisherigen Firmen war’s fuer die zustaendige Person ein unloesbares Problem, gutes Personal (auch Praktikanten) zu finden.

    Seh’n Sie’s doch einfach ‘mal als Herausforderung, dass andere Leute das schaffen, was fuer sie unloesbar scheint.

    Sie sind Deutschland! ;-)

  4. #4 von Andreas Skowronek am 5. Februar 2006 - 4:44 PM

    Als großer Freund von Transparenz schlage ich vor, dass zu diesem Posting bzgl. “unfähiger” oder was auch immer für Praktikanten endlich mal das Stellenprofil (vulgo: Stelleninserat) gezeigt wird.

    Nicht dass hier womöglich darüber lamentiert wird, dass es in Berlin keine “Eierlegenden Wollmilchsäue” gibt.

  5. #5 von Andreas Skowronek am 5. Februar 2006 - 7:01 PM

    Danke für´s Profil. In der Tat eine derart anspruchsvolle Tätigkeit, dass ich mich als freiberuflicher Journalist dessen Portfolio neben dem Texten auch die Bildbearbeitung mit Photoshop und das Layouten mit InDesign umfasst, frage: Ach, so etwas machen heutzutage Praktikanten?

    Okay, das Praktikum wird ja auch “bezahlt” – aber “bezahlt” ist ein denkbar weiter Begriff.
    Allmählich werde ich neugierig darauf, womit der Urheber dieses Blogs “seine Brötchen” verdient.

    Und was die kundenorientierten Verkaufstalente mit solidem Technik-Grundwissen (geht´s auch genauer?) betrifft, empfehle ich die Lektüre der Süddeutschen vom 04./05.02.06 (aktuelles Wochenende) Seite V 1, wo zu lesen ist:

    “Verkauftstraining. Viele Ingenieure, Techniker und Kundendienstleister müssen heute auch Verkaufsaufgaben wahrnehmen.”

    Tja, das scheint es Defizite zu geben. Denn der Süddeutschen ist zu entnehmen, dass ein dreiwöchiger Kurs die genannten Berufsgruppen in Sachen Verkauf fit machen soll.

    In diesem Sinne: Bonne Chance bei der Akquise geeigneter Kandidaten.

    Aber für ein monatliches Bruttogehalt in Höhe von 4.300 Euro übernehme ich diese Aufgabe gerne.

  6. #6 von Andreas Skowronek am 5. Februar 2006 - 7:48 PM

    Okay, 2 Mio Umsatz sollen generiert werden.
    Branche: Überlebender (?) der “New Economy” {Details vermutlich unter http://www.we-make-it.de/Teilnehmen.5.0.html zu finden, weil dieses Blog anonym betrieben wird :-) }
    Gibt´s einen besonderen Grund für die Zurückhaltung mit dem eigenen Namen? Eröffnet doch nur Raum für wilde Spekulationen.

    Haken: Die 2 Mio. EURO Umsatz sind das Pflichtprogramm, ohne dass wir jetzt wüßten, was genau zu vermarkten ist.

    Hmmh … ein Gehaltsmodell mit Grundvergütung und Erfolgsprämie? Na, das kann spannend sein – angesichts leerer öffenticher Kassen in Berlin und Brandenburg.

    Ich möchte jetzt gar nicht von der Gewinnmarge des Mittelstandsunternehmens bei 2 Mio. Umsatz und einem Jahresbrutto-Einkommen von 54.000 EURO reden.

    Aber ich wette, dass es dort keinen Betriebsrat und keinen Tarifvertrag gibt.
    Da führ´ ich lieber meine Redaktionsbüro for und akquiriere in eigener Sache :-)

  7. #7 von Andreas Skowronek am 6. Februar 2006 - 6:44 AM

    Ein interessanter Vorschlag, den ich gerne annehme. Mal sehen, ob und wann wir uns über den Weg laufen.

(wird nicht veröffentlicht)