Le Remy, c’est moi!


Neulich bei Werbers in Hamburg:

Wo kommen wir denn da hin, wenn hier jeder seine Meinung frei sagen dürfte. Das dürfen meine Praktikantinnen doch schließlich auch nicht, auch wenn ich schlechte Kampagnen abliefere! Scheißblogger. Was berechtigt die eigentlich dazu, meine Arbeit und damit auch mich als Person zu kritisieren? Und wenn ich dann schon mein eigenes Ziel verfehle, dann dankt mir da noch nicht mal jemand für. Dummes Volk. In Deutschland sind die einfach zu blöd dafür. Ich geh zurück in die Schweiz. Ist doch wahr. Schweizer wie Josef und ich werden hier einfach nicht verstanden.

L’etat Remy, c’est moi!

Nachtrag 2006-01-23: Oho, da rudert jemand zurück. Aber so richtig überzeugend isses nicht gerade …

Nachtrag 2006-01-24: Brüllend komischer Kommentar von der «kleinen PR-Agentur am Rande der Stadt» im Blog von Thomas Knüwer, der aufklärt, wie es wirklich zu dem Skandal kam.

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  1. #1 von Günter Bartsch am 24. Januar 2006 - 5:09 PM

    Ich finde von Matts Reaktion in der Tat überzeugend. Er hat sich – zu Recht – für seine Entgleisungen entschuldigt.
    Er hat aber auch – und ebenfalls zu Recht – nicht alles zurückgenommen, sondern erklärt. Und seine Argumentation ist durchaus stichhaltig. Mal ehrlich, wie viele Blogs sind genau das: Klowände des Internets. An denen sich manche, die sonst kein Forum dafür bekommen, mal richtig auskotzen können – im Schutz der Anonymität, wie von Matt richtig feststellt. Und häufig nicht besonders geistreich, wenn ich das ergänzen darf.
    Ich denke, das Problem wird sich irgendwann von selbst gelöst haben, indem gute Blogs, zu denen ich DSdfW ausdrücklich hinzuzähle, sich durchsetzen und schlechte eingehen, weil sie kaum einer liest. Ich persönlich hoffe ja, dass gute Blogger damit auch Geld verdienen (werden), weil sie meines Erachtens gute Arbeit leisten. Und daran finde ich auch gar nichts Anrüchiges, aber das ist ein anderes Thema.

(wird nicht veröffentlicht)