Senator-Mau Mau: Abenteuer eines Handlungsreisenden

Denn nur aufs Ziel sehen / verdirbt die Lust am Reisen.
— Friedrich Rückert

Sobald Leute zu Gehör bekommen, daß jemand häufiger geschäftlich auf Reisen ist, kommen meist schnell beneidende Worte: “Du hast es gut, bezahlt durch die Welt fliegen – das hätte ich auch gern.

Dieser Neid ob der Erlebnisse des modernen Handlungsreisen würde recht schnell verschwinden, hätte derjenige nur mal eins, zwei Tage lang die Möglichkeit festzustellen, wie das Leben “on the road” tatsächlich ist.

Das Hauptproblem bei Geschäftsreisen beginnt meist im Morgengrauen. Dieses ist nämlich genau ein solches: ein Grauen. Geschäftspartner haben, zumindestens in Deutschland, die weitverbreitete Angewohnheit, Meetings grundsätzlich an einstelligen Stundenzeiten beginnen zu lassen. Neun Uhr ist da fast noch human.

Ich vermute, daß die meisten Manager eigentlich insgeheim verhinderte Langschläfer sind, aber irgendwann Kinder bekamen. Nachdem sie nun regelmäßig durch süßes Kindergeschrei (“Ich will spielen!”) morgens um kurz vor sieben geweckt wurden, begannen Sie, ihre Rache an anderen dadurch auszuleben, indem sie Meetings um acht ansetzen, also mitten im Morgengrauen. Frei nach dem Motto: Was ich aushalte, muß DER auch aushalten.

Neun Uhr Kunde heißt also: spätestens 08:20 Uhr landen, was wiederum um ca. sieben Uhr losfliegen heißt, laut Flugplan also meist dann gegen 06:30 Uhr. Um nicht zuviel denken zu müssen, habe ich mir irgendwann mal angewöhnt, meine Aufstehzeit auf den Abflug minus zwei Stunden zu berechnen. Das klappt meist erstaunlich genau, heißt aber im genannten Fall: Aufstehen um 04:30 Uhr. Zu solchen Zeiten befinde ich typischerweise gerade in meiner REM-Phase.

Da ich bei mehrtätigen Reisen grundsätzlich ein Am-Morgen-des-Abflugs-Packer bin, auch gemeinhin Gefahrensucher gennant, benötigt es eine gut organisierte Logistik, um dies in diesem quasi somnambulen Zustand zu meistern:Packliste

Gute Dienste leistet mir hierbei regelmäßig eine Packliste, die ohne weiteres Denken abgearbeitet werden kann: “Vier Paar Socken, Manschettenknöpfe, Seife, Haarwaschmittel, Rasierer, …”. Dank dieser inzwischen schon etwas abgegriffenen Liste auf Papier kann ich zu nahezu jeder Tages- und Nachtzeit innerhalb von zehn Minuten Abflugbereitschaft herstellen. Daher gehört diese Liste zu den wichtigsten Dingen meines Haushalts.

Nach Verlassen meiner Wohnung und ca. 20 Minuten hochoptimierter Fahrzeit durch diverse Nebenstraßen erreiche ich den Flughafen Berlin-Tegel. Dieser ist ein feuchter Traum für spät eincheckende Flugpassagiere. Vom Abstellen des Wagens in der überteuerten Parkgarage bis zum Abflug-Gate sind es gerade mal knapp drei Minuten. Wenn ich in Frankfurt oder München leben würde, wären mir wahrscheinlich aufgrund von langen Wegen zu den Abflug-Gates zusammengerechnet bereits mehrere Monate meines Lebens verloren gegangen.

Am Check-In angekommen beginnt dann das beliebte Vielfliegerspiel.

Sofern man nämlich der Lufthansa genügend Geld in den Rachen geschmissen hat, bekommt man dafür eine Anerkennung: in Form eines 4,5×2,7 Zentimeter großen Stücks Plastik, die sogenannte Vielfliegerkarte. Am Anfang startet man das lustige Spiel namens Meilensammeln mit einer recht unpretentiösen blauen Karte. Nach kurzer Zeit kriegt man dann auch eine silberne “Frequent-Traveller-Karte”, die wiederum nach weiterem kontinuierlichen Geldfluß in Richtung Lufthansa in eine goldene Karte umgetauscht wird: Die sogenannte “Senator-Karte”. Dies ist nahezu der Olymp der Vielflieger. Es gibt ganze Diskussionsforen im Internet, wo ausschließlich diskutiert wird, wie man auf schnellstem Wege diese begehrte Karte erreichen kann, mit Hilfe derer man sich beim Check-In fühlen kann wie Madonna und Bon Jovi in einer Person. Man munkelt sogar, daß die Direktflugverbindungen von Berlin in die USA unter anderem deswegen wieder eingestellt wurden, weil die Flugzeit dank des Direktfluges damit unter dem Minimum liegt, was man bei den meisten Firmen für einen Flug in der Business Class benötigt. Daher flogen viele Leute nach wie vor über Frankfurt, was zwar länger dauerte, aber den Champagner in der Business-Class sicherstellte – und auch damit auch die begehrten Flugmeilen.

Senator-Karte der Lufthansa

Als Senator sind Sie bei uns immer eine “Very Important Person”. Mehr Service, zusätzliche Leistungen und Privilegien, von denen andere nur träumen.

  • Zitat Werbebroschüre der Lufthansa

Na dann. Tatsächlich erntet man beim Vorzeigen dieser hart auf Firmenkosten erflogenen Karte meistens eher Blicke a la: “Oh Gott, schon wieder so ein arroganter Arsch”. Teilweise kann man diesen Blick auch verstehen, wenn wieder mal einer der Spezies der Senator-Gattung der Flugbegleiterin wichtig-vielsagend zuflüstert: “Können Sie mir schonmal mein Jackett geben? Ich muß heute schnell raus, ich bin schließlich Senator.” Kommt bei Stewardessen auch immer super an, so ein Spruch. Die VIP-Behandlung ist da quasi garantiert.

In Realität bringen diese Karten also deutlich weniger, als man sich so erträumt. Okay, man kann in den Lounges abhängen. Dort gab es aber bis vor einem guten Jahr nicht mal etwas zu essen, sondern nur weniger verwaiste Getränke, ein paar Snacks und keine freien Sitzplätze. Zu klein sind diese Lounges nämlich auch. Das macht aber nichts, der passionierte Senator steht gern mal herum, um schließlich zwei Minuten vor seinem Abflug endlich einen Sitzplatz zu ergattern.

Für das Geld, was man den Fluggesellschaften fürs Meilensammeln extra überreicht, kann man aber auch bequem vor jedem Abflug in einem dieser überteuerten Flughafenrestaurants essen. Aber hier scheint der Wettbewerb regulierend einzugreifen. Ich erinnere mich noch an New-Economy-Hochzeiten, wo auf der Monopolstrecke Berlin-Frankfurt knapp 870 DM fällig wurden. Das wurde nur noch von einem Flug nach London übertroffen, der mit einem Preisschild in Höhe von 1.332 DM versehen war.

Teure Flugtickets

Der einzige Punkt, wo die goldene Karte tatsächlich sticht, ist beim Einsatz auf überbuchten Flügen. Hier bildet sich nämlich gerade Freitag abends vor dem Check-In-Schalter eine große Traube, um die paar verbleibenden Plätze der sogenannten No-Shows, also der nicht erschienenen Passagiere, zu vergeben. Hier kann man lässig Arroganz in großem Stile ausspielen: Einfach eine Minute vor Vergabe der Plätze zum Schalter eilen, Senator-Karte auf den Tisch knallen und den Platz kriegen. Merke: Gold sticht Silber, also: Senator sticht Frequent Traveller, wie beim Mau Mau. Ein großer Spaß für die ganze Familie. Seitdem es die New Economy nicht mehr gibt, funktioniert dies aber nicht mehr ganz so gut, da es immer weniger Flüge mit überbuchter Business-Class gibt, wo sich die Business Developer, und EMEA-Manager und CTOs auf hohem Niveau ums Einsteigen prügeln.

Interessanterweise kenne ich sonst kaum eine Industrie, wo der zahlende Kunde soviel von den internen Prozessen des Unternehmens verstehen muß, wie bei der Luftfahrt. Selbst wenn man 1.332 DM für einen popeligen London-Flug hingeblättert hat, heißt das noch lange nicht, daß man auch mitfligen darf. “Überbucht”, “verspätet” und “gestrichen” sind Worte, die man in der Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau anscheinend sehr schnell lernt. Der Kunde, der wenigstens verstehen will, warum er jetzt nicht mitfliegen darf, lernt den internen Firmenslang dadurch mindestens genau so schnell. Ja, man entwickelt sogar schnell ein äußerst professionelles Arbeitsverhältnis zum Bodenpersonal. So werden einem Aussagen wie “da fehlt die Buchung zum ETIX”, “wir stickern Ihr Ticket einfach um” oder “wir setzen Sie auf Jump” schnell geläufig und können mit einem zufriedenen-professionellen Vielfliegernicken quittiert werden. So viel Kundenzufriedenheit für so schlechten Service, gekoppelt mit vollständiger Preisintransparenz gibt es in nahezu keiner anderen Industrie.

Bevor man dann aber tatsächlich zum Zielort abfliegen darf, muß man zunächst erstmal die modischen Geschmacksverwirrungen im Flughafen Berlin-Tegel über sich ergehen lassen. Hier wird das eigene Stilverständnis auf eine harte Probe gestellt. Ich glaube, (West-)Berlin ist die einzige Stadt der Welt, in der überhaupt noch senf- bis pissgelbe Jacketts verkauft werden können. Auch zweifarbige bzw. lachsrosa Hemden lassen sich hier noch, voller Stolz getragen, in freier Wildbahn bewundern. Wer sich jedoch noch nicht durch die Wahl der Oberbekleidung profilieren konnte, kriegt bei der Krawatte eine zweite Chance. Kleine aufgedruckte Computer lassen die Zugehörigkeit zum Stande der EDV-Branche durchblicken. Und wer sonst gern mal etwas spaßig im Meeting ist, trägt halt eine Snoopy-Krawatte. Dazu noch ein bisschen Berliner Slang, und der Tag ist am Laufen. Oder wie der Berliner sagt: “Det looooft”. Ich nehme an, daß der beklagenswerte Zustand der Berliner Wirtschaft in nicht unerheblichem Maße mit dem Einsatz von Snoopy-Krawatten zusammenhängt: Wie sollten so angezogene Menschen überhaupt imstande sein, nennenswerte Geschäfte abzuschließen?

Ist der Vielflieger schließlich am Zielflughafen angekommen, navigiert er nahezu blind zum Gepäckband und nimmt seine Habseeligkeiten in mehr oder weniger gutem Zustand in Empfang. Das dank der Senator-Karte am Gepäck angebrachte Schild “Priority” heißt übrigens im günstigsten Falle, daß das Gepäck als letztes vom Band rollt. Ab und zu fühlen sich auch legasthenische Flughafenmitarbeiter durch das Schild angewiesen, den Koffer auf dem kürzesten Wege nach Prätoria zu versenden. Erstaunlich ist übrigens auch, daß nicht viel mehr Gepäck von diesen Bändern geklaut wird, nachdem da jeder Mensch einfach reinlaufen und sich einen Koffer seiner Wahl aussuchen kann.

Nach dem Verlassen des Sicherheitsbereiches gilt es, die nächste Herausforderung zu meistern: die Gesprächigkeit von Taxifahrern. Ich habe mich recht schnell der internationalen Konvention für “Ich möchte mich NICHT morgens um halb sieben mit Ihnen unterhalten” angepaßt. Diese besteht darin, direkt nach dem Einsteigen und der Nennung des Fahrziels eine großformatige Tageszeitung zu zücken, diese demonstrativ aufzuschlagen und gedankenversunken darin zu lesen. Neuerdings kann diese Methode auch noch durch die Benutzung eines iPods unterstützt werden.

Ab und zu gibt es aber dennoch einige Vertreter der Gattung der Droschkenkutscher, die sich durch solche billigen Versuche nicht einschüchtern lassen. Sie nutzen die Fahrt vom Flughafen zur Innenstadt dazu, dem Fahrgastopfer in fulminanten Worten ihre illustere Lebensgeschichte kundzutun, gepaart mit dem Lamento, wie schlecht es doch dem Taxifahrer als solchen ginge.

Da hilft nur: Hartgesotten bleiben, ungerührt weiter Zeitung lesen, ab und zu ein “Mh” oder “Soso” absondern und für jedes weitere Wort das Trinkgeld um 10 Cent kürzen.

Der eigentliche Kundentermin gestaltet sich meistens äußerst unspektakulär. Interessant wird es erst wieder, wenn man sich gegen Abend in Richtung der Stätte seiner Übernachtung begibt.

Hierbei gilt die wichtige Hotel-Regel: Je pompöser die Lobby, desto kleiner und mieser die Zimmer. Diese Regel ist übrigens völlig unabhängig vom Preis. Sie ist jedoch in besonders teuren Städten a la Paris, London oder New York noch mit einem Faktor von ca. 10 zu multiplizieren. Je nach Reisedatum gibt es auch noch die Möglichkeit, den Zimmerpreis durch weitere Erfindungen wie z. B. sogenannte “Messepreise” weiter zu erhöhen. Messepreis heißt nur, daß das Hotel zu bestimmten Zeiten mangels Alternativen für die Gäste einfach noch mehr Geld für die gleiche Leistung verlangt.

Hotelrechnung aus London

Beim üblichen Zimmer-Eincheck-Procedere wird zunächst die Adresse und eine Kreditkarte verlangt. Ist es eigentlich möglich, in Deutschland zu übernachten, ohne im Besitz einer Kreditkarte zu sein? Mit der gleichen Selbstverständlichkeit, wie da grundlos persönliche Daten von mir eingefordert werden, gebe ich an dieser Stelle konsequent auch eine vollständig falsche Adresse an. Das hat bisher auch noch nie jemanden gestört – genauso wenig wie mein XXX für die abschließende Unterschrift. Angeblich werden die Daten übrigens nachts regelmäßig von der Kripo überprüft, da die meisten Verbrecher wohl so blöde sind, ihren realen Namen samt Adresse anzugeben.

In Hotels existiert übrigens das gleiche Phänomen wie bei der Bahn: Für die Raucher gibt es eigene Zimmer, aber anscheinend wollen alle immer Nichtraucherzimmer haben. Anscheinend stinkt es sogar den Rauchern in Raucherzimmern zu sehr. So kommt es zu der regelmäßigen Diskussion, was die Formulierung “garantierte Buchung eines Nichtraucherzimmers” bedeutet und warum es einen nicht interessiert, ob sie alle Nichtraucherzimmer leider schon vergeben haben, weil es ja schon so spät sei. Immerhin wird dann nicht selten nach kurzer Diskussion mit dem Hotelmanager die Suite herausgerückt. Mit der Idee, einfach mehr Zimmer zu Nichtraucherzimmern zu machen, kann man in der Hotelbranche wahrscheinlich noch große Mengen Geld verdienen.

Nachdem man vollbepackt mit seinen Habseeligkeiten endlich die Türe zu seinem Reich für eine Nacht geöffnet hat, ist schnelle Reaktion gefragt.

Zunächst gilt es, die Magnetkarte für die Zimmertür zielsicher im Dunkeln in den dafür vorgesehenen Schacht zu stecken, damit das Licht im Zimmer funktionsfähig wird. Daraufhin blökt einen zu 99,9%iger Wahrscheinlichkeit mit hoher Lautstärke der Zimmerfernseher an. Auf diesem ist neben einem stilisierten Videotext-Cocktailglas eine “persönliche” Begrüßung zu lesen. Untermalt wird dieser Genuß durch Fahrstuhlmusik. Nach kurzer Zeit hat man schließlich auch die Fernbedienung gefunden, die dem akustischen und visuellen Terror ein Ende setzt. Übrigens ist es mir bisher bei keinem Hotel, gleich welcher Preisklasse, gelungen, durch Ansage an der Rezeption diese nervtötende “persönliche” Begrüßung zu vermeiden.

Hat man nun innerhalb von kurzer Zeit seinen mitgebrachten Reisebesitzstand möglichst großflächig innerhalb des Hotelzimmers verteilt, stellt man fest, daß Hotelzimmer einem internationalen Standard folgen: Es liegen sehr aussagelose Hotelzeitschriften aus, die wahrscheinlich nur eine ABM-Maßnahme für arbeitslose Journalisten sind. Neuerdings hat man auch die Möglichkeit, für günstige 30 EUR pro Nacht einen “kostenlosen High-Speed-Internetzugang” zu nutzen. Alternativ wird einem eine Flasche stilles Mineralwasser für 6,50 EUR offeriert. Die Minibar bietet preislich auch noch höhere Alternativen – und für ganz hartgesottene kann man sich auch schlecht schmeckende Speisen für noch mehr Geld auf sein Zimmer bestellen. Oder auch nicht, denn in so manchem 5-Sterne-Hotel in Schwaben ist auch um 22:30 die Küche des Zimmerservice geschlossen.

Als große Erleichterung für den Reisenden von Welt gibt jedoch es in jeder Stadt, von München bis Singapur, von Düsseldorf bis New York gewisse Normen. Eine der wichtigsten, gerade im Ausland, heißt Starbucks. Hier hat man die Möglichkeit mit halbwegs vertrauenerweckenden Speisen und Getränken menschliche Grundbedürfnisse weitestgehend unabhängig von der Tageszeit zu stillen. Ich kann gar nicht nachvollziehen, wie man jemals früher Geschäftsreisen OHNE Starbucks überleben konnte.

Zurück im Hotel sei es dem geneigten Reisenden dringend empfohlen, die bereitgestellten Zahnputzbecher im Bad NICHT zu benutzen – auch wieder unabhängig von der Hotelklasse. Ein renomierter Hotelmanager teilte mir auf einer Party einmal mit, daß diese Becher von den gleichen Damen saubergemacht werden, die auch die Klos reinigen. Ohne Handschuhwechsel. Wie genau diese Reigung vonstatten geht, will man lieber nicht genau wissen. Seit dieser Erzählung bevorzuge ich jedoch, Wasser direkt aus der Leitung zu trinken.

Für das WC hat der Profi immer eine kleine Sprühflasche Sagrotan dabei, denn auch hier ist es um die regelmäßige Hygienesäuberung nur oberflächlich besser bestellt, als bei einer Bahnhofstoilette.

Nach einer mehr oder weniger guten Nacht hat man schließlich die Möglichkeit, die Qualität eines Hotels final zu beurteilen: Beim Frühstück. Im Laufe der Jahre habe ich eine Ranking-Skala aufgestelt, deren wichtigste Faktoren wie folgt lauten: Frischer Orangensaft aus großen (!) Gläsern, knusprige Croissants, nicht-pappiges Rührei, Baked Beans, Schwarzbrot und Fruchtjoghurt. Eine Kombination wie die genannte ist leider nur in den wenigsten Hotels dieser Welt anzutreffen. Selbst in England, wo außer durch Frühstück quasi keinerlei Möglichkeiten der Ernährung bestehen, fällt die Bilanz mager aus.

Nach einem weiteren Meeting-Tag kann man sich endlich auf die Heimreise bewegen. Sobald man die Stadt gegen 18:00 Uhr verlassen hat, ist man schon wenige Stunden und einige Flugverzögerungen später in der Heimat. Zur Entspannnung empfiehlt sich der Konsum einer BUNTE auf dem Rückflug, gepaart mit einem Campari Orange. Nach der Bezahlung von 60 EUR Parkgebühren begibt man sich auf den Heimweg.

Wie sagte schon einst unser aller Top-Berater Roland Berger: Das viele Reisen in meinem Beruf hat einen hohen Lästigkeitswert.

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  1. #1 von Ben unter 29. November 2005

    Packlisten sind fuer n00bs! :)

  2. #2 von Guido unter 29. November 2005

    1. Seit wann fliegen wir geschäftlich wieder mit der Schufthansa?
    2. Packlisten sind für Mädchen.

  3. #3 von SvenS unter 29. November 2005

    60€ fürs Parken? Ein Lacher, in Frankfurt ist bei mehrtägigen Reisen die Kreditkarte für’s bezahlen des Parktickets wichtig, wer hat denn schon so viel Bargeld am Mann.

  4. #4 von raschi unter 30. November 2005

    Und was heisst hier Senator-Karte und “der Olymp der Vielflieger”. Das hat sich wohl inzwischen relativiert, insbesondere bei der Lufthansa. Der Olymp der Vielflieger heisst inzwischen “Honorable Circle”, man muss 600.000 Statusmeilen in zwei Jahren sammeln, um aufgenommen zu werden, darf dafür dann in Frankfurt das First Class Terminal betreten, wo man persönlich betreut und mit einer S-Klasse oder einem Porsche Cayenne zum Flieger gefahren wird. Selbst durfte ich das allerdings noch nicht erleben ;-)

  5. #5 von Alexander Kluge unter 30. November 2005

    Wunderbar. Aber zum Berliner Business Dress Code darf ich noch anmerken, dass von den eigenen Kindern liebevoll handgebatikte Seidenkrawatten mit niedlichen Tiermotiven oder floralen Phantasiemustern ganz klar die Snoopy-Krawatte schlagen!

  6. #6 von D unter 30. November 2005

    Starbucks schliesst in Basel um 19 Uhr, samstags. Soviel zu diesem Thema.

  7. #7 von Mr. K unter 1. Dezember 2005

    Wer Samstags noch beim Kunden ist…

  8. #8 von Dirk unter 1. Dezember 2005

    Ach, die 1300 Mark nach London sind doch noch günstig. Köln-Zürich hat damals lockere 1800 Mark gekostet, Business. Economy nur 1700, das lohnte sich ja. Aber der Kunde zahlte ja.

  9. #9 von lowereastside unter 25. März 2006

    da ich viel in den usa unterwegs bin habe ich hier bei american und continental jetzt auch die goldkarte. mit der american gold darf man dann in eine lounge in der man getraenke kaufen darf (?) und mit der continental gold hat man noch nicht mal lounge access… da lernt man dann die senator karte ein wenig zu schaetzen… klar kommt das niemals an virgin, ba oder sas ran… von den ganzen asiaten ganz zu schweigen…

    bei mir sind die lh erlebnisse immer mal so mal so… mein groesstes problem bei der lufthansa ist, dass ich bei deinen vor langeweile fast sterbe… biederes volk mit schlechtem entertainment programm… no thrills eben…

    einziger echter pluspunkt zur zeit: wi-fi auf der langstrecke… wenn s dann mal funktioniert

  10. #10 von saarlöwe unter 7. Februar 2008

    nur soviel zum Senator:
    Ich hatte knapp 10 Jahre diesen Status, nun bin ich Bahn Comfort Kunde, fahre ICE und habe wesentlich weniger Stress und kann meine Zeit viel besser nutzen. Damit das auch richtig verstanden wird, Luxembourg – Paris mit tgv und dann Eurostar nach London (Kings Cross), macht 4 Stunden und das fast stündlich und preiswerter,
    In Deutschland gibt es garkeinen Grund mehr zu fliegen und, wenn man, so wie damals als Vielflieger, man auch bei der Bahn alle Tricks kennt, kommt man ganz schnell dahinter, wie gut das funktionieren kann. 18:04h ab Berlin mit dem Sprinter nach Franfurt ist besser als LH Business Class all inclusive. Da muss die Lufthansa wohl sehr aufpassen, denn bei der DB lassen sich derzeit die Marketing Experten viel einfallen. Zu guter Letzt, mittlerweile hab ich schon soviele Bahn-Comfort Punkte dass ich davon wiederum Freiflüge buchen könnte :-)

  11. #11 von Liste der Hotels in Köln unter 22. Mai 2009

    Ein sehr detaillierter Bericht! Ich mag die Passage über Manager) Viel Spass beim Lesen gehabt! Danke!

  12. #12 von Henry unter 21. Dezember 2009

    Halli hall,

    ich muss sagen, dass ich Ihren Artikel sehr ansprechen fand und Ihre detalierte Ausführung ein wahres Lesevergnügen war. Ich hätte an dieser Stelle nur eine Frage und zwar was ist Ihr Beruf.

    Ich bin 17 Jahre und ein ausgezeichneter Schüler (Eigenlob stinkt, ich weiß (; ). Ich habe bloß ein Problem ich weiß nicht was ich später machen möchte. Langezeit überlegte ich Medizin zu studieren, doch in mir wohnt der Drang um die Welt zu reisen und das nicht nur privat.

    Meine erste Überlegung war es Pilot zu werden, aber Sie müssen wissen, dass ich dafür einfach zuviel Talent habe.

    Bitte verraten Sie mir welchen Beruf Sie ausüben und welche Richtung ich einschlagen könnte.

    Viele liebe Grüße und une bonne voyage Ihr Henry K.

(wird nicht veröffentlicht)
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