Soldaten verfolge ich seit vielen Jahren mit einem begründeten Misstrauen. Wer nicht alles versucht, dem Soldatwerden zu entgehen, muss zu Hause Feinde haben.
— Dieter Hildebrandt
Als im ehemaligen West-Teil Berlins lebender Mensch gab es zu Mauerzeiten einige nahezu gottgegebene Tatsachen:
- Der Bürgeraktionsradius erstreckt sich maximal bis zur Glienicker Brücke,
- alle wollen am Sonntag ins Strandbad Wannsee,
- man steht garantiert in der falschen Grenzkontrollschlange beim Transit - und damit ist der erste Urlaubsstreit zwischen Mami und Papi vorprogrammiert,
- man muß als junger Mann nicht zur Bundeswehr.
Dies alles änderte sich bekanntermaßen im Jahre 1989 – glücklicherweise, bis auf den letzten Punkt.
“Zum Glück mußt Du ja nicht zur Bundeswehr“, habe ich noch die Worte meiner Mutter in den Ohren. Der Wunschtraum war nun vorbei und materialisierte sich in Form eines sogenannten Musterungsbescheids, den mir der Postbote eines Morgens zustellte.
Im Gegensatz zu Bayern, wo ganze Schulklassen geschlossen in freudiger Erwartung zur Musterung gehen, war mir als Berliner sofort klar, daß dieser Zwangsdienst eine für mich nicht akzeptable Form der Zeitverschwendung und Staatsautorität darstellt.
Der sogenannte Wehrersatzdienst konnte nicht überzeugen: man hat die Wahl, ob man lieber Urinale im Krankenhaus reinigen oder Vögel auf Büsum zählen möchte. Beides keine sonderlich erheiternden Aussichten.

Auch die Möglichkeit des Ableistens des regulären Wehrdienstes stellte keine überzeugende Alternative dar: Befehle von Hauptschülern wie das Buddeln von Löchern stumpfsinning auszuführen, deren nächste Beförderung daran hängt, daß sie den Klasse-drei-Führerschein im vierten Anlauf immer noch nicht geschafft haben, entspricht nicht so recht meiner Lebensphilosophie. Ich hätte wahrscheinlich aufgrund autoritätsuntergrabender Bemerkungen eh die meisten Tage im Knast verbracht. Nachdem ich aber erfuhr, daß diese Tage später nachgeleistet werden müssen, schied diese Alternative vollends aus.
Eine Strategie mußte her. Ich hatte zwar zu jener Zeit einen Bandscheibenvorfall gehabt, außerdem tendiert mein Zehennagel zum Einwachsen, aber reicht das aus? Ein Jahr Lebenszeit verschwenden war jedenfalls ausgeschlossen.
Wie so häufig hilft aber das Schicksal, wenn man es gar nicht erwartet. Meine Rettung fiel zu diesem Zeitpunkt in Form der Person von Mark vom Himmel.Damals hatte ich schon die ganze Schulzeit über eine Rock-Band, was natürlich verdammt cool war. Nicht, daß wir besonders gut gewesen wären, aber zur allgemeinen Unterhaltung hat es immer gereicht.
Als anständiger Rock’n'Roller lernt man vor allem eines ganz schnell: Mit Leuten abhängen, am besten mit anderen Musikern. Das ist ein ganz essentieller Bestandteil des Rocker-Daseins und kommt wahrscheinlich aus dem englischen “to hang out with somebody“. Und da Englisch nunmal DIE Sprache des Rock’n'Roll ist, hängen Musiker eben rum mit anderen.
Ich hing also eines schönen Tages rum, und zwar am zentralen Treffpunkt der Musikerszene in Berlin, nämlich in einem großen Musikfachgeschäft nahe der Uhlandstraße. Dort gibt es den feuchtgewordenen Traum aller Musiker, nämlich Unmengen von Instrumenten, die man sich zwar alle nicht leisten, aber dennoch ausprobieren kann.
So kann man dort beliebig viel Zeit verbringen, um jene Schätze anzutesten – und natürlich auch, um den anderen ebenfalls dort ausprobierenden Mitmusikern die Schätze seines Könnens zu zeigen. So finden sich dort an einem Samstag jede Menge kleiner Möchtegern-vanHalens ein – und so auch ich.
Es war ein schöner Sommertag, als ich gerade die neue “Paul Reed Smith Custom 24″ ausprobiere – eine wunderschöne Gitarre mit Perlmutteinlagen im Griffbrett – und Mark aus seiner Reparaturwerkstatt des Weges entlangschlendert.
Mark, der Gitarrenbauer dieses Musikladens, ist ein schlanker, drahtiger Mann, zwar jungaussehend aber dennoch mit undefinierbarem Alter und langen schwarzen, lockigen Haaren. Ein Rock’n'Roller eben.
Wir kommen irgendwie kurz ins Quatschen und verbringen seine Mittagspause draußen in der schönen Sonne vor den Stufen des Geschäfts. Nach kurzer Zeit erkläre ich ihm meine missliche Situation der anstehenden Musterung, woraufhin er abwinkt: “Überhaupt kein Problem“, teilt er mir mit. Das habe bei ihm auch vorzüglich geklappt. Er sei natürlich NICHT bei der Bundeswehr gewesen.
“Und wie geht das?“, frage ich ihn. Nun, es gäbe dort einen Arzt in Berlin, der seit längerem einen Groll auf die Bundeswehr hege und bei deren Vermeidung er sehr gern behilflich sei. Es helfe natürlich, wenn man schon ein Leiden habe, dies sei aber nicht zwangsweise Voraussetzung.
Ich weise auf meinen Bandscheibenschaden hin und Mark meinte, daß ich damit die Bundeswehr getrost vergessen könne. Er gab mir die Adresse von jenem Herren, den ich auch einen Tag später sofort aufsuchte.
In der Praxis von jenem Arzt angekommen, setze ich mich in eine lange Warteschlange von eher älteren Damen und Herren, die jeden Doktor wohl nicht aufgrund des gleichen Begehrs wie ich aufsuchen. Es geht ein wenig hektisch zu in diesem Taubenschlag, der Doktor wirbelt in dem Zimmer hin und her, begrüßt neue Patienten und gibt Akten bei seiner Arzthelferin ab. Nach längerer Zeit bin ich schließlich dran und folge ihm in sein Behandlungszimmer.
“Na, was haben Sie denn?“, fragt er mich, ohne von seinen Unterlagen aufzuschauen. “Nun, wissen Sie, ich habe ja seit längerem schon so Rückenschmerzen und auch einen Bandscheibenproblem, und da ich ja demnächst zur Muster…” – ich komme kaum dazu, das Wort “Musterung” auszusprechen, als er aufsieht, seine Augen zu leuchten beginnen und er schließlich begeistert “Aah – Bundeswehr!” sagt. Ähm, ja. Oder so.
“Ja, das ist kein Problem. Wie heißt Du denn mein Junge? Und woher kommste? Ah, ja, da wohnt auch eine Nichte von mir. Schöne Gegend. Ja, dann wollen wir mal. Bestimmt hast Du was am Rücken oder am Knie. Da hat quasi jeder was. Das röntgen wir erstmal.“
Ehe ich mich versehe, habe ich eine Bleischürze um und es werden ein paar Aufnahmen gemacht.
“So, die werden wir jetzt mal entwickeln und dann kommste in einer Woche wieder. 13:00 Uhr.” Er reicht mir die Hand zum Abschied und ich bin schneller draußen, als ich gucken kann. Ein etwas skuriles Gefühl beschleicht mich, aber als ich nach einer Woche wie befohlen wieder auftauche, kommt mir der Arzt schon freudig entgegen:

“Das sieht sehr gut aus. Schau mal hier, das am Knie, das ist schon nicht schlecht, aber das reicht nicht. Aber hier, am Rücken. Perfekt. Wir werden das nochmal etwas ausführlicher dokumentieren. Hast Du jetzt gerade etwas Zeit und bist mobil?” Ich bejahe. “Warte mal“, sagt er und greift zum Telefonhörer. Er ruft offenbar einen Kollegen an, murmelt ein paar Fachwörter ins Telefon, von denen ich nichts verstehe und legt auf. “So, fahr mal in diese Straße. Da ist eine Gemeinschaftspraxis und die machen eine CT von Dir. Das dürfte nicht länger als eine Stunde dauern, also sehen wir uns um 15:00 Uhr wieder hier. In Ordnung?“
Etwas verdaddert bejahe ich abermals und mache mich unverzüglich auf den Weg. Ich komme mir etwas wie in einem falschen Film vor. Dieser Eindruck verstärkt sich noch weiter, als ich die Röntgenpraxis betrete und meinen Namen sage. “Ah, Bundeswehr!” schallt es mir von dem einen Arzt entgegen und ich verstehe die Welt nicht mehr. Die Jungs waren wohl schon informiert. Offensichtlich scheint es ein Ärztekartell zu geben, welches sich die Bundeswehr als natürlichen Feind gesetzt hat. Mir soll’s recht sein.
Bereits wenige Minuten später liege in der engen CT-Röhre und versuche, mich zu entspannen. Nach dem Abschluß der Untersuchung bekomme ich die Bilder zu sehen, auf denen zumindestens ICH exakt nichts erkennen kann.
“Das macht nichts“, meint der eine Arzt, “dann geht es Ihnen genauso wie ihren Musterungsärzten. Die können nichtmal ein Röntgenbild lesen. Wenn die Computertomographie hören, schlagen die im Fremdwörterlexikon nach. Aber kurz: Es sieht sehr gut aus. Die Bilder sind quasi perfekt.“
Ich fahre zurück zu meinem überweisenden Arzt, der die CT-Fotos sofort an seine große Leuchttafel hängt. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht. “Perfekt“, sagt er. “Und wieso?“, frage ich. Er erklärt, daß ich auf diesem Bild quasi todkrank sei. “Das Problem ist“, fährt er fort, “daß die ganzen Ost-Ärzte da bei der Musterung keine Ahnung von CT haben.“, wiederholt er die Aussage der anderen Ärzte. “Daher ist es wichtig, daß Sie bei der Musterung mehr Wissen haben als Ihr Gegenüber.“
Diese Worte sollten einen 10-minütigen Grundkurs im CT-Lesen einleiten. So gestärkt, mit insgesamt drei Attesten, mehreren Röntgen- und CT-Bildern wurde ich in die Schlacht losgeschickt.

“Viel Glück” wünscht mir der Arzt beim Gehen – “und lassen Sie sich von den Ärzten da nicht einschüchtern. Sie wissen mehr als die.“
Ein Satz, der mir später noch hilfreich werden sollte.
Als ich dann schließlich vor dem Kreiswehrersatzamt Berlin in der Oberspreestraße stehe, sehe ich eine wunderbare Ost-Kaserne, die den Charme einer Magen-Darm-Infektion ausstrahlt. Als erstes fällt mir das einladende Schild ins Auge: “Vorsicht, Schußwaffengebrauch!“
Wie sympathisch.
Als ich bei der Vorlage meiner Vorladung samt Personalausweis beim Pförtner ein paar launige Bemerkungen über den Schußwaffengebrauch mache, antwortet der in zackigem Ton: “Ihnen wird man hier die Hammelbeine noch langziehen, junger Mann.“
You’re in the army, now.
Nungut. Die Musterung läuft wie erwartet ab, man darf zunächst alle Unterlagen abgeben, aufgrund derer man glaubt, dem Staat nicht dienen zu können und erhält schließlich einen Laufzettel, bei dem man diverse Stationen abklappern darf. Ein gründlicher Check-Up, könnte man sagen. Auch mein vorher länger gepflegter, eingewachsener Zehennagel wird hierbei bestürzt zur Kenntnis genommen.
Allerdings verstehen die Leute hier ebenfalls nicht sonderlich viel Spaß - insbesondere nicht die Ärztin (!), die für meine leichtbekleidete körperliche Untersuchung zuständig war. Als ich ihr mitteile, daß sie gern alles bei mir untersuchen und anfassen darf, solange ich das bei ihr auch darf, reagiert sie ein wenig unwirsch.
Schließlich erkennt man aufgrund meines großen Attest-Stapels den besonderen Grad meiner Behinderung und schickt mich schließlich zum diensthabenden Orthopäden. Nach dessen Untersuchung könne ich mir das Musterungsergebnis zwei Stunden später abholen.
Besagter Orthopäde wiederum toppt beim ersten Kontakt so ziemlich alles, was meine Vorstellungskraft von Militärärzten angeht. Im entsprechenden Staatssystem hier vor ca. 60 Jahren hätte er sich sicherlich perfekt eingefügt. Ich falle bei ihm offensichtlich in die Kategorien “Simulant” bis “nicht wirklich lebenswert“.
Der Herr, der nun über die Verschwendung eines Jahres meiner Lebenszeit entscheiden soll, ist ca. 60 Jahre alt, trägt einen Kittel, eine dicke Hornbrille und verfügt über eine eigene Sekretärin im Vorzimmer.
“Guten Tag“, begrüße ich ihn unvoreingenommen. “Was haben Sie denn“, fragt er barsch zurück, meinen den elementaren Formen der Höflichkeit entsprechenden Gruß nicht erwidernd.
Ich erkläre ihm meine Lage anhand der ärztlichen Atteste, der Röntgen- und der CT-Bilder. Ich muß zunächst einige lustige Turnübungen vollführen, bis er die an seiner großen Leuchtwand hängenden Bilder des Zustandes meines Rückens schließlich eines Blickes würdigt.

Nachdem er die Fotos circa fünf Minuten lang intensiv unter Ausstoßen von “Hm“-Lauten betrachtet hat, fällt er schließlich sein Urteil: “Also, ich kann hier nichts erkennen. Ich halte Sie für gesund.“
Aha, er kann wie angekündigt keine CT-Bilder lesen, denke ich mir.
“Ja, aber dann sehen Sie doch mal hier, und hier, und wie man hier eindeutig sieht …” – eine knappe Minute lang kann ich meine CT-Erklärungen fortsetzen, bis ich schließlich harsch unterbrochen werde: “Wer ist denn hier der Arzt? Bestimmt neuerdings der Patient die Behandlungsmethode, oder wie?“
Ich versuche zu beschwichtigen, aber der Herr ist offensichtlich von der Erkenntnis der eigenen Unfähigkeit so aufgebracht, daß ein normales Gespräch nicht weiter zu führen ist.
“Ich bleibe bei meinem Urteil. Ich kann hierauf nichts erkennen.“
Nun werde ICH langsam sauer, da ich meine Felle davonschwimmen sehe: “Na, das wundert mich nicht. Jetzt hören SIE mir mal zu. Ich habe hier Urteile von drei unabhängigen Ärzten, die mir diese Krankheit bescheinigen. Wenn Sie sich jetzt hinstellen und diese Diagnosen wegwischen, dann können Sie sich auf eines gefaßt machen: wenn mir beim Wehrdienst nur das geringste passiert – und da können sie sich fast drauf verlassen, daß dies der Fall sein wird, dann werden Sie die Anwälte meiner Familie – und davon gibt es genügend gute - solange auf Schadenersatz verklagen, daß Sie nicht mehr wissen wo oben und unten ist. Dabei wünsche ich Ihnen viel Spaß.“
Der Arzt ist nun völlig außer sich: “Was soll denn das? Wollen Sie mir etwa drohen?“
“Sie können es sich ja überlegen, ob sie das Risiko eingehen möchten“, erkläre ich ihm kühl.
“Rauuuuus” brüllt er mich an.
Ich tue wie geheißen, schließe seine Tür hinter mir und gehe erstmal einen Kaffee trinken.
Nach knapp zwei Stunden erscheine ich schließlich zur Mitteilung des Ergebnisses. Ich werde aufgerufen. Die Verkündung des Musterungsergebnisses findet in einem kleinen Raum mit offener TÜr und nur einem Fenster statt. In diesem Raum sitzt ein Mensch mit Uniform, neben ihm ist eine Bundeswehr- und eine Deutschlandflagge aufgestellt. Eine launige Bemerkung, welche Flaggen man da noch alle aufstellen könnte, verkneife ich mir.
Er: “Herr Stimme?“
Ich: “Ja.“
Er: “Herr Stimme der freien Welt?“
Ich: “Ja.“
Er: “Kraft des mir verliehenen Amtes werde ich Ihnen nun das Ergebnis Ihrer
Musterung verkünden.“
Ich: “Aha.“
Er: “(etwas enttäuscht) Herr Stimme, Sie haben das Musterungergebnis
fünf. Das bedeutet, Sie sind untauglich für den Wehrdienst.“
(kurze Pause)
Er: “Möchten Sie Einspruch erheben?“
Ich: “Öhm … nein.“
Er: “Sie können innerhalb von zwei Wochen schriftlich Einspruch
einlegen. Hier ist Ihr schriftlicher Bescheid. Ich wünsche noch einen
schönen Tag.“
Ich: “Den wünsche ich Ihnen ebenfalls.“

Ich verlasse gut gelaunt das Zimmer und erfreue mich an dem Sieg über den Militärarzt. Nach mir betritt ein sehr groß gewachsener, muskulöser Mann mit kurzem Haarschnitt das Zimmer.
Ich lausche kurz der Konversation: “Sie haben das Musterungergebnis eins. Das heißt, Sie sind voll tauglich für den Wehrdienst. Herzlichen Glückwunsch.” höre ich den Beauftragten sagen. “Mir doch egal, ich verweigere doch eh’“, lautet die für enttäuschende Antwort des jungen, angehenden Rekruten.
Ich verlasse die Kaserne mitsamt meines schriftlichen Bescheides und passiere das Schild “Vorsicht! Schußwaffengebrauch!“.
Danke, Mark!
Epilog: Wenige Tage später besuchte ich den mir empfohlenen Arzt, um ihm zum Dank eine Kiste Champagner vorbeizubringen. Er war gerührt. Ich sei der einzige gewesen, der sich danach jemals bei ihm bedankt habe.
#1 von Guido unter 26. Oktober 2005
Ich habe meinen Wehrersatzdienst bei der Lebenshilfe am Computer verbracht. Das hiess für mich 12 Monate lang täglich 4-6 Stunden Doom zu spielen. Eine solide Grundlage für mein anschliessendes Studentenleben, unzählige CS-Runden und AA-Matches… Als Zivi lernt man also was fürs Leben.
#2 von Michael unter 26. Oktober 2005
Du hast noch eine vergessen: In West-Berlin brauchte man keinen Kompass – in allen vier Himmelsrichtungen war Osten ;-)
#3 von bios unter 27. Oktober 2005
Musterung., Mit brille. brillenpass vergessen. brille eingemessen, scheinbar knapp an der schwelle vorbeigeschrammt. zum augenarzt geschickt. möglichst scharfes sehen gefordert.
wieder zurueck, ewig warteraum.
T5 festgestellt. kdv zurueckgezogen.
FREI!!
#4 von Blackjack unter 7. Dezember 2005
einfach von forne herein so schlecht schreiben das die das garnatier nicht lesne könne nach dem dritten mal kommen dan die feldjäger bei einem vorbei und schreiben selber.ganz neben bei erwähne ich da ich ads(aufmerksamkeits defizit syndrom)habe und ohne meine tägliche portion drogen ziemlich ausraste auch das vermerken die freundlichen heinis die ich schön habe stehen lassen während ich mich auf die couch gelegt habe. dann noch ein wenig warten udn noch was warten und o wunder ich habe nie wieder was von dehen gehört ist jetzt 1.1/2 jahre her und da ich im dritten semester bin geht da auch nix mehr.
klein info wenn man studiert im ersten semester könne die einen noch ziehen im zweiten nicht merh solltet ihr also denn einzigs befehl wenige wochen vor beginn des 2. semesters bekommen verweigert die ahnnahme und sagt denn ihr seit verzogen gebe irgendeine x beliebige adresse an and geht das erst mal da hin und dan nach wochen wieder zu eich zurück im zweifelsfall nochmal annahme verweigern dann dürften dei paar woche um sein und ihr seit gerettet
#5 von Thomas unter 31. März 2006
Ich hab mir da schon eher Mühe gegeben zu erfahren ob das Bundesheer (ich komme aus Österreich) etwas für mich ist.
Lange Rede kurzer Sinn nach 3 Monaten beschloss ich höchst depressiv geworden zu sein und die Beziehung mit meiner Freundin nicht mehr länger aufrecht erhalten zu können wenn ich weiterhin dem Al Kaida ähnlichen Kasernendruck ausgesetzt bin.
Der Heerespsychologe hatte, scheinbar wie alle Ärzte, etwas gegen das Heer und lies binnen 2 Wochen mich und weitere 10 Mitstreiter im Kampf um die Freiheit wieder ins Leben zurück.
Von den Informationen, über die menschenverachtende Umgangsweise die mir in 3 Monaten Bauernkaserne wiederfahren war, gestärkt begab sich mein Mitbewohner zu einem, ebenfalls das Bundesheer hassenden, Arzt welcher ihm prompt Tabletten verschrieb die seine Schilddrüsenwärte verfälschten. 2 Wochen später wurde bei der Stellung (Musterung) festgestellt das besagter Mitbewohner durch sein neu erworbenes Hashymotosyndrom (Schilddrüsenkrankheit) leicht zu Agression neigen würde und deshalb den Dienst mit der Waffe nicht versehen kann.
ps: Ich bereue meine 3 verschissenen Monate. Hol mir die durch Arbeitslosigkeit aber grade vom Staat wieder zurück!
Danke fürs lesen THOMAS
#6 von Manuel unter 29. Mai 2006
Die freie Welt? So so… Ich finde es verachtenswert wie ihr handelt oder sprecht. Der Wehrersatzdienst kann eine sinnvolle Sache sein. Diese Möglichkeit Erfahrungen jeglicher Art zu sammeln und für andere Menschen – in welcher Form auch immer – da zu sein, sollte bei eurem “Freiheits”-verständnis nicht fehlen.
#7 von Sarah unter 8. Juli 2006
Mein Freund wurde am 01.07 eingezogen.
Is echt zum ko… wenn ich mir vorstelle dass er 9 Monate in Berlin beim Wachbataillon ist.
Er hat schon nach der ersten woche keine lust mehr. Is echt total übel was die da so abziehen. Kann mir nur schwer vorstellen dass da keine persönlichen Freiheiten, die ja laut GG allen zustehen, eingeschränkt werden.
Is schon ein komisches system dass dafür sorgt dass junge männer einfach aus ihrem alltag rausgerissen werden und da 9 monate ableisten müssen. Es verschiebt sich ja dadurch echt alles andere nach hinten. (Studium,Ausbildung…)
Aber am meisten macht mir sorgen, dass er sich durch diese Erfahrungen die er dort macht stark verändert. Kann mir schon vorstellen das soetwas einen Menschen prägt.
Ich bin der Ansicht dass man über die Frage Wehrpflicht Ja oder Nein auch mal in höheren Kreisen sprechen müsste.
Auch Artikel 17a Abs. 1 GG sollte noch mal herangezogen werden. Find ich nicht gut…
Was ist das denn bitte für ein demokratischer und sozialer Bundes- und Rechtsstaat?!
LG
#8 von Micha unter 11. Juli 2006
Hallo,
da ich auch aus Berlin bin und genau das gleiche Problem habe wäre es super wenn du mir vielleicht die Anschrift des Arztes sagen könntest.
am besten per Mail.
Vielen Dank im Voraus.
MfG
Micha
#9 von Ali Hayreddin unter 20. September 2006
Hallo,
Ich würde mich ebenfalls sehr freuen, wenn ich die Adresse des Artztes bekäme. Wohne auch in Berlin.
Hab den Musterungstermin jetzt zum zweiten mal verschoben. Haben mich deshalb schon richtig angemeckert eilt also glaube ich ein wenig…
Und wollte noch wissen ob vielleicht jmd weiß ob die Ärtzte verpflichtet sind, kostenlos die Befunde rauszugeben, welche bei ihnen gemacht wurden!!!
Ein Artzt will mir nämlich nicht bestätigen, was für Beschwerden ich bei ihm hatte! Nur gegen einen 22€ teuren Attest.
Gruß aus Berlin
#10 von Felix unter 13. Dezember 2006
Da ich auch aus Berlin komme und in der gleichen Situation mit dem Wehrdienst bin bitte ich um die Adresse des Arztes per E-Mail.
Danke Felix
#11 von Thomas unter 25. Dezember 2006
Damit ein Staat funktioniert muss jeder was beitrgen.
Leute die bei der Musterung bescheißen finde ich assozial. Dafür Medikamente zu nehmen, damit man Leiden bekommt finde ich krank. Der betreffende Arzt handelt unveranwortlich und gegens einen Eid. Ihm sollte die Lizenz entzogen werden!
#12 von Thomas unter 25. Dezember 2006
@ ali: deine “Freiheit” is dir ja viel wert
@ sarah: die Grundrechte sind für Soldaten eingeschränkt, das ist richtig; eine armme kann sonst nicht funktionieren
@ thomas: warst du denn bei al kaida auch schon?
#13 von Felix unter 13. Januar 2007
Hallo, Stimme der freien Welt!
Jeder soll seine Ansicht haben wie er will, wenn unser Staat Soldaten braucht um überall in der Welt Präsenz zu zeigen, dann hätten wir bereits eine Berufsarmee !
Kannst Du mir die bitte Adresse des Arztes mitteilen (hatte am 13.12.schon mal darum gebeten) wäre wirklich dringend.
Danke Felix
#14 von bodz unter 8. Februar 2007
Hallo,
ich hätte auch gerne die Adresse von dem Arzt.
Vielen dank!
#15 von Ulrich Strobel unter 3. März 2007
Hallo,
bei der Musterung ist ganz wichtig, dass ihr die Fragen
ob ihr verweigern wollt bzw. bereit seid an Auslandseinsätzen teilzunehmen mit “nein” beantwortet.
Die Wehrpflicht ist nur noch eine ungerechte Lotterie und
ihr solltet es der Bundeswehr so schwer wie möglich machen.
Denn eigentlich sucht die Bundeswehr nur noch potentiellen
Nachwuchs und Kanonenfutter für Afghanistan.
Die Bundeswehr hat schon genug Leichensäcke gebunkert.
Auch gibt es genug Fahnen, mit denen man die Särge der
gefallenen Soldaten schmückt. Das Mitgefühl der Bundestags-
abgeordneten und der Verteidigungspolitiker ist den Toten
gewiss. Deshalb wird auch ein Denkmal für gefallene Bundes-
wehrsoldaten in Berlin geplant.
Wer gerne mit einer bunten Fahne beerdigt werden möchte,
der sollte den Wehrdienst freiwillig verlängern.
#16 von Nemesis unter 10. April 2007
Hi,
ich komme leider nicht aus Berlin, aber auch bei mir steht die Musterung bevor. Nun ich habe aus euren Beiträgen herrausgelesen das einige von euch wohl doch viel Ahnung von diesem Thema haben.
Ich möchte verweigern, bzw. ich muss, denn:
Ich habe Heuschnupfen (Allergisch auf alles was Wiesengrün auch nur ähnelt)
Ich leide unter Asthma.
Ich habe eine starke Sehschwäche.
Rückenprobleme.
Milchzuckererkrankung.
Bescheinigung dieser Krankheiten liegen bei mir vor, ich frage mich nurnoch ob das reicht und mit was für einer Erwartung ich zur Musterung gehen sollte.
Ich danke euch im Voraus.
GreetinX Nemesis…
#17 von isnichwichtig unter 19. Oktober 2007
also heuschnupfen, asthma und rückenprobleme haben bei mir trotz dreier atteste nichts gebracht, bin trotzdem t2… alles reine willkür bei dem laden
#18 von Wehrdienst unter 31. Dezember 2007
@Chiptuning
Das ist mir neu. Würde ja fast bedeuten, dass man sich ein Gewerbe anmeldet und dann nicht wehrpflichtig ist. Ich weiß, dass Selbständige bei der Bundeswehr unterstützt werden, solange ihr Wehrdienst geht (Voraussetzung 12 Monate tätig gewesen).
#19 von bla unter 6. Januar 2008
Hallo,
das hört sich ja sehr interessant an. Ich bin schon mit dem Studium angefangen und muss unbedingt ausgemustert werden.
Könntest du mir die Adresse des Arztes mailen?
Vielen Dank.
#20 von 123 unter 7. September 2008
Ich habe einfach meine Freundin geschwängert und die Vaterschaft anerkannt dies der Bundeswehr mitgeteilt und nie wieder was von denen gehört. Mittlerweile weile ist meine Tochter schon 8 – bin glücklich das ich sie hab und das ich nicht eingezogen wurde und auch nicht mehr eingezogen werden kann.
Zwar war das mit meiner Tochter überhaut nicht geplant (so jung wollte ich eigentlich nicht Vater werden) aber hatte doch nen schönen neben effect