
Lieber Herr Goldenstein …
oder sollte ich lieber Focko sagen? Immerhin kennen wir uns ja schon ganz gut, zumindestens einseitig. Ich höre oft von Ihnen. Fast jede Woche. Manchmal sogar öfters.
Aber jetzt muß es raus: Ich habe keinen kaputten Fernseher. Um ehrlich zu sein, besitze ich überhaupt kein solches Gerät. Dementsprechend kann es mir auch nicht kaputt gehen – und daher brauche ich keine Reparatur. Weder an Feiertagen, noch sonst irgendwann innerhalb von 24 Stunden. Nein, auch nicht für zwei Euro.
Trotz dieser Tatsachen stecken Sie mir immer wieder unverdrossen ihre informativen MItteilungen in meinen Briefkasten, auf welchem wiederum der unmißverständliche Aufkleber “Keine Werbung” prangt. Tip: Dieser Aufkleber ist ernst gemeint. Ja, sogar noch ernster als Ihr “Service des Vertrauens”.
Da ich nun sehr oft Post von Ihnen erhalte, denke ich nun darüber nach, wie ich Ihnen am besten mitteile, daß ich ihre kleinen, gelben Zettel einfach nicht mehr erhalten möchte. Vielleicht sollte ich Sie einfach täglich mehrmals an fiktive Adressen innerhalb Berlins bestellen. Reparatur vor Ort – lohnt sich bestimmt. Ich denke da an so zentrale Lagen wie Straußberg Nord, Schwedt, Wustermark oder auch Werder. Aber vielleicht reicht das ja auch nicht.
Falls also einer der geneigten Leser diesen freundlichen Betriebsleiter am Straßenrand finden sollte, auf dessen Stirn mit einem glühenden Eisen “Ich will euren Spam nicht” eingebrannt wurde und in dessen gestopftem Mund sich lauter kleine gelbe Zettel befinden, dann war da möglicherweise jemand dran beteiligt, dessen Aufkleber “Keine Werbung” konsequent ignoriert werden.
Wer hat eigentlich dieses blöde Motto “Gewalt ist keine Lösung” erfunden? Ich glaube, derjenige hatte keinen Briefkasten.
P.S.: Was hat eigentlich die Deutschlandflagge auf diesem Flyer zu suchen? “Hier reparieren keine Ausländer”?

#1 von strudel am 22. Mai 2005 - 2:05 PM
Einfach mal die Zettel sammeln und in einen leeren Briefumschlag stecken. Den Briefumschlag mit der Adresse bedrucken und darüber groß und fett “Antwort” drucken. Dann muss nämlich der Empfänger bezahlen, es sei denn er lehnt die Annahme ab.
#2 von Ralf Engelke am 15. März 2006 - 5:04 PM
Sorry es ist ernst mit dieser Reklame aber ich habe dennoch Traenen gelacht.
Weiter so Herz. Gruss Ralf Engelke